Hardischeiben oder wie die auch heißen :-)

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André
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Re: Hardischeiben oder wie die auch heißen :-)

#16 Beitrag von André » 12. Jul 2011, 20:33

Hallo Maik,

hast Du die linke Fussraste nur so zum Test auf die rechte Seite gebaut :?:
Man kann es zwar auf dem Video schlecht erkennen, aber eigentlich sieht die Rechte etwas anders aus und mit Gewindebohrung :wink:

Gruß André
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s-maik
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Re: Hardischeiben oder wie die auch heißen :-)

#17 Beitrag von s-maik » 12. Jul 2011, 20:36

André hat geschrieben:Hallo Maik,

hast Du die linke Fussraste nur so zum Test auf die rechte Seite gebaut :?:
Man kann es zwar auf dem Video schlecht erkennen, aber eigentlich sieht die Rechte etwas anders aus und mit Gewindebohrung :wink:

Gruß André

ja, wurde erst mal nur zusammengesteckt um ne probedreherei zu machen ... ich tausche beide seiten morgen da dann auch das gummi drauf kommt :-)

und jetzt ehrlich .... habe ich wohl verpatz was :oops:
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bujatronic
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Video von den Hardyscheiben (oder wie die auch heißen :-)

#18 Beitrag von bujatronic » 13. Jul 2011, 08:25

soweit ich das aus dem Video gesehen habe (die Kameraführung war etwas unruhig...), ist ein gewisses Taumeln der Gelenkschalen völlig normal, denn die beiden Mitnehmer sitzen ja so im Gummi, daß sie sich axial fast nicht bewegen können. Daher steht dieses Gelenk in der Flucht der beiden Finger des inneren Mitnehmers immer senkrecht zur Getriebe-Abtriebswelle, die (um 90° gedrehte) Flucht der Enden des äußeren (hinteren) Mitnehmers stets senkrecht zur Kardanwelle. Dieser Bewegung folgen natürlich die Gelenkschalen. Nur wenn beide Wellen exakt fluchten (also beim starken Einfedern) taumelt das Ding nicht. Ich habe mal eine Skizze gemacht, zum Glück kann ich wieder Bilder hochladen (danke an die hilfreichen Geister, die dies ermöglichten...)
Allerdings habe ich im Video den Eindruck, daß der innere Mitnehmer nicht ganz richtig im Gummi sitzt (kann aber auch täuschen). Einfach mal die Welle so drehen, daß dessen Finger waagerecht stehen (dann steht der Schmiernippel genau seitlich), dann muß das Gelenk, wenn man von oben draufschaut, genau quer zur Fahrtrichtung stehen, auch muß der Abstand der Finger zu den Schalen beidseitig gleich sein. Wenn man nun seitlich draufschaut und die Maschine hinten einfedern läßt, folgt das Gelenk der Bewegung der Kardanwelle, es schwenkt also um die gedachte Achse der beiden Fingerenden des inneren Mitnehmers. Ich hoffe, daß ich das verständlich erklärt habe.
Ich habe gedacht, daß Du mit "Eiern" eine radiale (seitliche) Bewegung das äußeren Mitnehmers bzw. der Kardanwelle gemeint hattest.
Übrigens gehören in die Gelenkschalen Senkschrauben M6x25 DIN 87 und nicht DIN7991 (aber die hast Du sicher nur als Montagehilfe genommen...).
Gruß, Chr.
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Zuletzt geändert von bujatronic am 13. Jul 2011, 10:29, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Video von den Hardyscheiben (oder wie die auch heißen :-)

#19 Beitrag von Privra » 13. Jul 2011, 09:36

bujatronic hat geschrieben: Übrigens gehören in die Gelenkschalen Senkschrauben M6x25 DIN 87
Gruß, Chr.
... die aber nach meinen Erfahrungen nicht mehr zu bekommen sind.....

Schön, dass Bilder wieder gehen und Christian, ich staune immer wieder über Deinen Bilderfundus..... Danke für die Teilhabe...

Jens
Danke, dass Sie mich gelesen haben. Sie haben eine kleine Signatur sehr glücklich gemacht.

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Re: Hardischeiben oder wie die auch heißen :-)

#20 Beitrag von bujatronic » 13. Jul 2011, 10:27

DIN87 ist eine einfache Schlitzschraube, die gibt es in jedem Baumarkt, ich kaufe sie aber lieber beim ortsansässigen Schraubenhändler, der hat meist besseres Material (aber auch nicht immer!)
Gruß, Chr.
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Re: Hardischeiben oder wie die auch heißen :-)

#21 Beitrag von André » 13. Jul 2011, 11:08

bujatronic hat geschrieben:...ich kaufe sie aber lieber beim ortsansässigen Schraubenhändler...
Hallo Chr.,

führt er auch die entsprechenden Zahnscheiben in der gesenkten Form in unterschiedlichen Größen:?:
Ich habe leider keinen Schraubenhändler ortsansässig :cry: Über das Internet gibt es dann wieder die Mindestabnahmen usw., ist eher schlecht.
Wenn der Gummidruck nachläst, kann es nicht schaden diese "Senkzahnscheiben" als Sicherungsscheibe lt. Stückliste verbaut zu haben.
Ich würde dann auch nach der Getriebedemontage jedes mal Neue verwenden. Dort heißt sie jedoch Fächerscheibe, sieht eigentlich genau so aus, ich kann jedenfalls keinen Unterschied erkennen.

Gruß André
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Re: Hardischeiben oder wie die auch heißen :-)

#22 Beitrag von s-maik » 13. Jul 2011, 11:36

@ bujatronic

frage zu den schrauben ... länge, härtgrad der schrauben die drin sind ist ok

schlitzschraube ist es keine sondern eine innensechskannt ...

die sollten doch trotzdem funktionieren oder etwa nicht ?

die u-scheiben kommen noch drunter, hatte erst mal zu tun die schrauben rein zu drücken ... die neuen gummies waren da sehr zeh ...

danke für eure hilfe, bin ich wieder beruhigt das alles oki ist :-)
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#23 Beitrag von bujatronic » 13. Jul 2011, 13:47

...ist ja schon ausgiebig diskutiert worden. Ich finde es einfach unpassend, wenn man einen Oldtimer mit Inbusschrauben restauriert, wenngleich es diese ja schon seit 1936 zumindest als Patent gibt. Die Funktion ist natürlich gewahrt, wenngleich nach meiner Erfahrung eine Schlitzschraube mindestens genauso fest angezogen werden kann wie eine DIN7991, denn bei denen ist ja der Innensechskant um eine Stufe kleiner als beim normalen Inbus (z.B. hat M6 normalerweise Inbus 5, als Senkschraube, aber auch als Rundkopfschraube Inbus 4).
Aber nach meiner Meinung stellt ein Oldtimer ein Stück bewahrter Zeitgeschichte dar, und da man die Geschichte nicht ändern kann, sollte man auch deren Zeugen nicht oder bestenfalls maßvoll ändern...
Was die Festigkeit betrifft, die ist im Ersatzteilkatalog ja immer angegeben, z.B. für diese Teil:
Senkschraube M6x25 DIN 87 - 5S
Dabei steht die 5 für die Zugfestigkeit (Mindestwert) 500N/mm2 oder (alte Bezeichnung) 50 kp/mm2 und das S für die Streckgrenze des Materials (S entspricht 80% der Zugfestigkeit). Die Zugfestigkeit bezeichnet die Belastung, ab der das Material abreißt. Die Streckgrenze bezeichnet die Belastung, ab der das Material beginnt, sich plastisch zu verformen, d.h. der Zustand nach der Verformung dauerhaft erhalten bleibt.
5S ist eine typische Baumarktschraube, wenn man die zu fest anzieht, geht meist das Gewinde kaputt. Nach längerer Zeit zeigt sich oft noch ein anderes Übel des minderwertgen Materials, sie lassen sich manchmal nicht lösen, da Schlitz, Sechskant usw. natürlich auch nur die gleiche geringe Festigkeit haben. Daher verwende ich (ja, ich weiß, das ist eine Abweichung vom Original!!!) meist nur Schrauben der Festigkeitsklasse 8,8 (sofern nicht höher vorgeschrieben).
Die "Sicherungsscheibe C6,4 DIN 6798" heißt heute "Sicherungsscheibe Form V 6,4 DIN 6798" und ist problemlos und preiswert bei jedem halbwegs guten Schraubenhändler erhältlich.
Wenn nicht, an mich wenden.
mfg, Chr.
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