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Kardangehäuse lackieren
Verfasst: 4. Okt 2007, 17:01
von Sport-Lu
Hallo!
Ich möchte ein Kardangehäuse lackieren.Was muß ich beachten?Ganz normale Grundierung und Farbe auf dem Elektron??Oder gibts da was spezielles??Ausserdem soll dadurch das Elektron vorm weiteren Verfall geschützt werden.
Gruss Jörn!

Verfasst: 4. Okt 2007, 17:48
von mopped.sven
Ich habe meine Radnaben nachdem ich sie mit feinem Edelkorund und anschließend feinen Glasperlen gestrahlt habe mit Felgensilber 2K lackiert. Schaut ordentlich aus und müsste soweit witterungsbeständig sein. Gibt es andere Meinungen / Erfahrungen?
Gruß Sven
Verfasst: 4. Okt 2007, 18:03
von martinekhosenschreck
Ich hab´s silbergrau pulverbeschichten lassen. Incl. vorherigem Sandstrahlen macht das einen sehr stabilen Eindruck. Bin aber mit meinem Aufbau noch nicht fertig, daher keine "Praxiswerte". Ist halt kostspieliger und bedarf ordendlicher Vorbereitung.
Verfasst: 4. Okt 2007, 19:36
von kutt
ich habs glasgeperlt
dann mit alu einbrennfarbe lackiert
dann 30 mins bei 220°C im industrieofen

Verfasst: 4. Okt 2007, 20:04
von Sport-Lu
Hallo!
@sven und kutt:Habt ihr grundiert?Mit was?
Gruss Jörn!
Verfasst: 4. Okt 2007, 20:46
von kutt
nein
Verfasst: 4. Okt 2007, 20:50
von mopped.sven
Nein, auf der Dose stand extra ohne Grundierung. Ordentlich aber vorher im Ultraschallbad entfettet.
Verfasst: 4. Okt 2007, 22:44
von the crow
Bei Westen /AutoPlus gibt es einen Silberlack in der Spühdose für Bremssättel, die bieten auch eine Grundierung dazu an.
Ob die Temperaturen bei der BK jetzt einen "Bremsenlack" rechtfertigen, weiss ich nicht. Ich hab jedenfalls beides für Naben, Kardan usw. genommen (nach Sandstrahlen / Drahtbürstenaufsatz). GEfällt mir pers. sehr gut. Langzeiterfahrung damit hab ich nicht, bin aber bislang zufrieden ... War aber nicht gerade im Angebot ...
Gruß
Christian
Verfasst: 5. Okt 2007, 08:18
von Sport-Lu
Hallo!
O.K.,dann könnte ich ja einfach Zinkspray aus der Dose drüberblasen.Oder sollte man gerade Zinkspray auf Grund irgendwelcher Unverträglichkeiten mit dem Elektron meiden?
Gruss Jörn!
Verfasst: 5. Okt 2007, 08:21
von Oldie
Das Kardangehäuse ist nicht aus Elektron, nur die Bremstrommeln sind es.
Zinkspray würde ich nicht verwenden. Zink und Alu geben ein feines galvanisches Element. Wenn dann noch Wasser dazukommt....
Ist eher für die Beschichtung und Rostschutz von Stahl geeignet.
Gehäuse habe ich glasperlgestrahlt und dann mit Felgensilber aus der Spraydose lackiert, ebenso die Trommeln. Bis jetzt hält es. Durch die große Materialmasse und gute Wärmeleitfähigkeit der Bremstrommel verteilt sich die Wärme schnell.
Gruß Oldie
Verfasst: 5. Okt 2007, 08:45
von kutt
Oldie hat geschrieben:Das Kardangehäuse ist nicht aus Elektron, nur die Bremstrommeln sind es.
sicher ?
ich bin mir zu 97% sicher, daß es sich um das selbe material handelt. das sieht man, wenn man eine nabe und ein kardangehäuse in der hand hat, die mal eine weile zusammen im feuchten waren. die korrosion geht immer in die tiefe und zieht narben in das material.
Verfasst: 5. Okt 2007, 08:57
von Oldie
Na dann mache doch mal eine Schweißprobe. Wenn man versucht eine Bremstrommel MIG zu schweißen dan verbrennt das Material. Das Material haftet überhaupt nicht. Kardangehäuse hingegen kann man relativ gut schweißen.
Oldie
Verfasst: 5. Okt 2007, 09:33
von kutt
hmm von der schweißbarbeit bin ich jetzt nicht ausgegangen.
ich habe mal eine BK gesehen, die nicht fertig war, mit welcher der besitzer aber schon zum treffen gefahren ist.
liebevoll nannten wir das gefährt: "die halbfertige BK"
da er sich wahrscheinlich nicht auskannte waren Kardan, Naben, Achsaufnahme und Bremsankerplatte mit der drahtbürste blankgeschmiergelt. sah zwar gut aus, aber die teile fingen alle an einen weißen schleier anzusetzen und in bestimmten bereichen weiße linien zu bilden, welche sich wahrscheinlich später dann zu diesen tiefen narben ausbilden.
zur zussammensetzung:
... ich dachte eher mal an eine analyse ... aber ob ich magnesium im edx sehen kann *grübel*
das müsste eigentlich gehen ... eine defekte nabe und ein defektes kardangehäuse habe ich auch noch rumliegen - da könnte man sich mal eine probe nehmen
Verfasst: 5. Okt 2007, 09:57
von Oldie
War da nicht schon mal jemand dran? Ich finde den Beitrag nicht wieder.
Sowohl Magnesiumoxid als auch Aluminiumoxid sind weiße Pulver. Ist also nicht unbedingt ein Unterscheidungsmerkmal.
Die Korrosionsbeständigkeit von Alu hängt von den Legierungsbestandteilen ab. Nahezu reines Alu korrodiert auch sehr stark.
Da Elektron zu ca. 90% aus Magnesium besteht sollte es sehr gut brennen. Einfach mal von den beiden Materialproben einige Späne abraspeln und eine Brennprobe machen.
Verfasst: 5. Okt 2007, 12:01
von mopped.sven
An dem Thema sind wir noch dran (Schweißen eines Kardangehäuses ohne Risse...). Bis jetzt finden wir trotz guter Ergebnisse in der Optik immer wieder Risse. Irgendwie scheint der Magnesiumanteil nicht gerade sehr gering zu sein. Ohne viel Schweißzusatz ist sofort die Loch- bzw. Vergasungsbildung zu erkennen. Oder gibt es zwei verschiedene Werkstoffvarianten beim Gehäuse?