Kilometerstand null setzen ?

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martinekhosenschreck
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Kilometerstand null setzen ?

#1 Beitrag von martinekhosenschreck » 9. Okt 2007, 12:39

Hallo, ist es möglich den Kilometersatnd am Tacho wieder auf null zu stellen, ohne das man dazu den Tacho komplett zerlegen muß? :?

Oldie

#2 Beitrag von Oldie » 9. Okt 2007, 14:41

Hi,
da gibts dann nur die altbewährte Bohrmaschinenmethode.
Muß man aber geduldig sein.
Oldie

Utomborder
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#3 Beitrag von Utomborder » 9. Okt 2007, 15:09

99.000km / 140km/h = 707 Stunden

707 / 24 = 29,5 Tage.

Hab ich richtich gerechnet, willste die Bohrmaschine etwa 30 Tage rund um die Uhr laufen lassen??

ddomes
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#4 Beitrag von ddomes » 9. Okt 2007, 15:38

Utomborder hat geschrieben:99.000km / 140km/h = 707 Stunden
...nur mal am Rande: Die Drehrichtung umschalten - sofern dass die Maschine zulässt - erscheint mir sinnvoller! :twisted: :wink:

martinekhosenschreck
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#5 Beitrag von martinekhosenschreck » 9. Okt 2007, 19:49

Mein Tacho steht bei ca 60.000km...also fast in der Mitte. Bei einem Metrer pro Umdrehung, Drehzahl Bohrmaschine ca 1500/min....sind das schlappe 90km Änderung in der Stunde, 2160km/Tag. Ich bräuchte also 18 Tage non stop.

ALSO NEUE FRAGE: Wie funtioniert das ganze MIT Zerlegen des Tachos?Ich bekomme die Nadel nicht von der Achse, deshalb wollte ich eigentlich alles zusammen lassen. Gibts da einen Trick???

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kutt
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#6 Beitrag von kutt » 10. Okt 2007, 08:04

als ich damals meinen ES250/0 tacho auseinander hatte war die sache in 3 min erledigt ..

leider muß man dazu das zählwerk zerlegen, was eine etwas nervige aufgabe sein kann

Oldie

#7 Beitrag von Oldie » 10. Okt 2007, 08:37

Zählwerk muß man zerlegen, ist aber nicht weiter wild. Man muß aber vorher den Zeiger abbekommen und das ist nicht immer einfach.
Die Welle ist sehr hart und bricht wie Glas. Also Vorsicht. Ich habe auch schon mal einen Tacho zerstört. Für den zweiten Tacho habe ich mir dann einen kleinen Abzieher (ist eher ein Abdrücker) gebaut.
Ein kurzes Stück Rundmaterial (rund 8-10mm Durchm. 20mm lang) aus einer alten Schraube gesägt. Mitten durch ein ein Gewinde M4. Dann das Rundmaterial unten gabelförmig einsägen, so dass es über den Zeiger passt.
Jetzt den Abdrücker über den Zeiger schieben und mit der Schraube mittig auf die Welle drücken die durch den Zeiger kommt. Jetzt sollte sich sich der Zeiger lösen.
Oldie

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#8 Beitrag von Utomborder » 10. Okt 2007, 09:15

"...nur mal am Rande: Die Drehrichtung umschalten - sofern dass die Maschine zulässt - erscheint mir sinnvoller! "


Macht der Tacho das mit?

Oldie

#9 Beitrag von Oldie » 10. Okt 2007, 12:31

Der Tacho nimmt beim Rückwärtsdrehen keinen Schaden. Die Tachonadel läuft über eine Glocke und Magneten berührungsrei zur Tachowelle. Die Nadel wird nur gegen den Anschlag gedrückt. Das Zählwerk drehr einfach rückwärts.
Oldie

martinekhosenschreck
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#10 Beitrag von martinekhosenschreck » 10. Okt 2007, 20:07

Aaah :!: Abzieher, gute Idee! Hab schon mächtig am Zeiger gezogen, htte aber Angst, alles zusammen rauszureißen.
Mit dem Zählwerk, das bekomm ich schon hin, aber wie ist denn die "große" Reihenfolge? Zuerst den Zeiger ab? Dann Ziffernblat runter; kommt man dann richtig ans Innenleben?
Und vor Allem: Wie weiß ich die exakte Position des Zeigers, das die Rückstellfeder dann die richtige kraft hat?

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kutt
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#11 Beitrag von kutt » 10. Okt 2007, 20:10

den tacho, den ich zurück gestellt habe, hatte ca 9000km auf der uhr....

ich hatte die bohrmaschinenmethode versucht, nur tat mir der tacho leid und ich hatte auch keine lust so lange zu warten :)

ist ja auch unnötiger verschleiß, den man mit etwas basteln umgehen kann :)

Oldie

#12 Beitrag von Oldie » 11. Okt 2007, 10:51

Hallo Martin,
zur Demontage. Zuerst Zeiger abziehen, dann bekommt man das Zifferblatt runter. Dann kann das komplette Zählwerk ausgebaut werden ohne den Rest zerlegen zu müssen. Zählwerk zerlegen ist kein Problem. Wenn Du den Rest noch zerlegen willst ist die anschließende Montage etwas nervig und erfordert einiges Fingerspitzengefühl. Die obere und untere Lagerung der Nadelwelle sind justierbar. Diese Justierung erfordert Zeit und Nerven, um die Welle+Glocke berührungsfrei zum Magneten einzustellen. Die Glocke darf keinesfalls am Magneten schleifen.
Die Hauptwelle mit dem Magneten läßt sich nicht ausbauen. Die ist gleitgelagert. Vorsicht dort beim Reinigen bzw. Auswaschen, damit das Schmiermittel nicht ausgewaschen wird.
Justierung. Ich habe noch einen alten MZ-Tacho, der dient als Vergleichswert. Tachonadel so aufsetzen, dass die Feder gerade die Nadel gegen den Anschlag drückt. Dann schließe ich meine Bohrmaschine an den MZ-Tacho an. Diese bringt bei voller Drehzahl irgendwas um 90 km/h. Wenn jetzt die Bohrmaschine an den reparierten Tacho angeschlossen wird, ist der Zeiger so zu verdrehen, dass diese Geschwindigkeit bei voller Drehzahl erreicht wird.
Man sollte von den alten Teilen allerdings keine Wunder erwarten +/- 5km/h sind normal. Ich hatte immer das Problem, dass bei richtiger Geschwindigkeitseinstellung der Zeiger nicht ganz zurück zum Anschlag ging. Viel Spaß beim basteln.
Oldie

martinekhosenschreck
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#13 Beitrag von martinekhosenschreck » 11. Okt 2007, 18:06

Vielen Dank Oldie für die genaue Beschreibung! Dürfte jetzt ja nix mehr schief gehen.
Gruß, Martin

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