Hallo Marko,
interessante Frage.
Aber für mich wäre es noch interessanter zu erfahren mit welcher Meßmethode Du das Axialspiel prüfen willst.
Eigentlich merkt man sich bei der Demontage wie viele und welche Ausgleichsscheiben beidseitig drauf waren.
Und wenn Du beim Zusammenbau ohne Dichtung arbeiten willst, dann wird entsprechend gegen gerechnet.
Ich weiß, hilft Dir erst einmal nicht weiter.
Das BK-Getriebe ist eigentlich sehr robust.
Folgendes erscheint mir wichtig.
Das Getriebe trocken zusammenschrauben.
Die Gänge müssen während des Drehens der Antriebswelle leicht und korrekt zu schalten gehen.
Der Schaltarretierhebel darf auf der Kurfenwalze nicht zwischen den Vertiefungen(Gangraster) verrecken

In diesem Fall
könnte das Axialspiel schon zu gering sein.
Natürlich darf auch nicht zu viel Spiel sein. Ein Nebeneffekt kann ein Herausdrücken der Dichtkappe im Deckel als Folge haben. Es entsteht Öldruck. Hat Oldie hier im Forum schon einmal sehr gut beschrieben inkl. Schraubertipp
Eigentlich kannst bei Kutt seiner Getriebeinstandsetzungsanleitung alles wichtige entnehmen. Besonders guter Hinweis ist z.B. das Abdichten der Achse(Schaltgabel) und Kurvenwalze im Getr.-deckel
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass für ein einwandfreies Schalten die Leichtgängigkeit der Schaltwelle und des Zahnsegmentes sehr wichtig ist. Wenn man diese beiden Teile zu sehr gegen das Gehäuse bzw. Getriebedeckel drückt, um des Getriebe bestmöglichst abzudichten, können Probleme beim Schalten entstehen. Sogar erst unter Betriebstemperatur
Um die Leichtgängigkeit und absolute Dichtheit zu erreichen, habe ich mir von
Oldie Wellendichtringe ins Gehäuse und Getriebedeckel einbauen lassen. Super Sache zum vernünftigen Preis.
Gruß André