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Distanzscheiben für Kardan
Verfasst: 22. Mär 2009, 19:27
von Kasulzke
Bitte helft einem Neuling erneut.
Für die Überholung eines Kardans; Einstellung Spiele Zahnräder, müssen unterschiedliche Distanzscheiben benutzt werden, glaubt man dem Bericht von "fmode" (Überholung eines Kardan´s steht im Netz; kennt ihr sicherlich; ggf. ist es einer von euch). Welche Stärken werden benötigt (0,2; 0,3; 0,4; 0,5). Ich geh davon aus, das es besser ist z.Bsp 2 x 0,2 gegen 1 x 0,4 auszutauschen. Ist diese Annahme richtig???
Wer liefert diese Scheiben ????
Re: Distanzscheiben für Kardan
Verfasst: 22. Mär 2009, 19:55
von André
Hallo Kasulzke,
ganz, ganz wichtig diese Ausgleichsscheiben
Deine Annahme eine Distanz mit entsprechend wenig Scheiben auszugleichen, ist natürlich richtig und logisch
Es ist ein schönes Geduldsspiel, denn ich hätte auch nicht gedacht, dass ein Zehntel an dieser Stelle so große Auswirkung auf das Spiel hat

Wichtig ist auch bei der Probemontage die Dichtung, wenn man eine benutzt, mit zu verwenden.
Außerdem war ich sehr froh, dass ich ein Abzieher von einem Forumsmitglied geliehen bekommen hatte. Dann macht die Justierung auf´s Zehntel auch Spaß
Weil es mit diesen Scheiben echt schlecht aussieht, hatte ich diverse Distangsscheiben vom Besitzer des Abziehers dazu bekommen.
Es ist ja meistens so, Angebot / Nachfrage / Herstellungskosten = Preis.
Sollte hier ein Mitglied so eine Aktion wie Oldisegler mit den Fliehkraftfedern starten, wäre ich sofort ein potenzieller Käufer
Gruß André
Re: Distanzscheiben für Kardan
Verfasst: 22. Mär 2009, 20:06
von Kasulzke
Danke! Nun weiß ich ja wieder ein bisschen mehr. Also heißt es auf den Märkten auf die Jagd nach diesen Scheiben zu gehen!? Oder ganze Kardans zu erwerben, sollte es dies der richtige Weg sein?? Hätte natürlich den Vorteil, man hätte dann auch ausreichend Trieblinge auf Lager

.
Wie sieht denn der Abzieher aus (das typische Dreibein hab ich)?
Gibt es dieses Problem auch bei allen anderen Distanzscheiben (Kurbelwelle, Getriebe, die waren´s wohl)
Wäre dann beim zentralen Einkauf auch dabei.
Weißt Du ob man beim OLDI -Einkauf (Federn Fliehkraft) noch einsteigen kann (auf mein reply, hab ich noch kein feedback)?
Re: Distanzscheiben für Kardan
Verfasst: 22. Mär 2009, 20:26
von oldisegler
Hallo Kasulzke,
schau unter " Nachfertigung Federn Fliehkraftversteller" da ist dein "feedback" schon seit gestern.
Gruß Oldisegler (wer lesen kann ist klar im Vorteil!!!

)
Re: Distanzscheiben für Kardan
Verfasst: 22. Mär 2009, 21:13
von André
Kasulzke hat geschrieben:Wie sieht denn der Abzieher aus (das typische Dreibein hab ich)?
Weißt Du ob man beim OLDI -Einkauf (Federn Fliehkraft) noch einsteigen kann (auf mein reply, hab ich noch kein feedback)?
Hallo Kasulzke,
im Dateianhang kannst Du sehen wie so ein Abzieher aussehen kann.
Dieser ist gefertigt von Dieter Heyne. Liegt im Preis knapp unter 50,-€

Aber jeder Cent ist dieses Teil wert
Leider hast Du den Kassenschluss bei den Federn für Fliehkraftregler verpasst.
Aber laut Peter seinen Angaben würde er einen neuen Auftrag auslösen, wenn wieder 100 Ferdern benötigt bzw. bestellt werden.
Gruß André
Re: Distanzscheiben für Kardan
Verfasst: 22. Mär 2009, 21:53
von ddomes
Hallo,
diese Scheiben sind wirklich wichtig und zwar nicht nur beim Einstellen der Höhe des Tellerrads! Der Triebling wird ebenfalls ausdistanziert und dabei mit Hilfe der Scheiben axial verstellt. Die Position hat dann Einfluss auf das Tragbild der Zahnflanken. Ein wichtiges Thema, denn wer kennt sie nicht, die ausgebrochenen Enden bzw. Anfänge der Zähne... Das Tragbild prüft man mit Tuschierpaste. Beim Treiben (Energiefluß Motor-Rad) bzw. Schieben (... Rad-Motor) müssen die Zähne jeweils mittig rollen, es darf keine Berührung an den Außen- oder Innenseiten geben!!!
P.S.: Die Passscheiben sind Normteile (DIN 988) und gibt es bei jedem Normteilehändler (z.B.
www.industriebedarf-grafe.de) für faires Geld.
Gruß,
Daniel
Re: Distanzscheiben für Kardan
Verfasst: 22. Mär 2009, 22:21
von André
Hallo Daniel,
danke für den Hinweis
Habe gleich mal nachgeschaut, z.B. die 35x45x0,2 kostet dort 0,30 €.
Wenn man bedenkt wie wichtig diese Scheiben sind und wie wenig man tatsächlich verbaut, ist der Preis verhältnismäßig.
Nun ist die Frage, in welcher Stückzahl z.B. die Firma in Limbach-Oberfrohna abgeben.
Man sollte ja von jeder o.g. Größe ein oder zwei bereit liegen haben und wenn die Mindestabnahme beispielsweise 25 Stck. beträgt, wäre eine Absprache mit weiteren eventuellen Käufern von Vorteil.
Ich werde sicher demnächst dort mal anrufen.
Gruß André
Re: Distanzscheiben für Kardan
Verfasst: 22. Mär 2009, 23:44
von Boger
Hallo Daniel,
will nicht schlau reden, aber ich glaube nicht, dass man den Triebling axial mit Scheiben einstellt!!!! Die Lage ist fix, ergibt sich aus dem Festlager QB20 und ist nicht veränderbar. Man stellt nur das Flankenspiel über die Höhe der beigelegten Scheiben unter dem Tellerrad ein.
Hat sich schon mal jemand mit dem Spezialwerkzeug dazu aus den Werkstattanweisungen beschäftigt? Ich möchte mir so etwas mal nachbauen, um nicht 10 mal die Scheibenhöhe zu verändern bis es passt. Blicke bis jetzt nicht ganz die Funktion dieses Werkzeugs. Vielleicht kann mal jemand Licht in meine Gedanken bringen.
Gruß
Boger
Re: Distanzscheiben für Kardan
Verfasst: 23. Mär 2009, 10:01
von ddomes
Hallo Boger,
zum "schlau reden" sind wir doch hier, oder

?
Nee, im Ernst: Jedes Hypoidgetriebe bekommt das Flankenspiel über die Höhe des Tellerrads und das Tragbild über die Axialverschiebung des Trieblings eingestellt. Ich habe für meine BMW im Werkstattbuch eine sehr gute Anleitung dazu, welche 1:1 auch auf die BK anwendbar ist (warum auch nicht?). Scheiben kommen dann zwischen QB20 und Gehäuse (Triebling wandert raus) und/oder zwischen Innenring QB20 und - bei originalem Triebling - dem Teller, der die beiden "Halbringteile" abdeckt.
Die Grafes leifern auch kleine Mengen, eine Sammelbestellung wäre trotzdem sinnvoll, oder? Ich bin aber noch gut ausgerüstet

.
Gruß,
Daniel
Re: Distanzscheiben für Kardan
Verfasst: 23. Mär 2009, 11:05
von oldisegler
Hallo,
auch ich würde Ausgleichsscheiben nehmen. Gut wäre allerdings wenn wir gleich alle, an der BK gebrauchten Scheiben bestellen.(KW, Kardan,? )Vielleicht können wir eine Umfragetabelle anfertigen wie sie Hanswurst fürs Treffen gemacht hat. Das wäre für den Besteller eine große Hilfe.
Viele Grüße Oldisegler
Re: Distanzscheiben für Kardan
Verfasst: 23. Mär 2009, 17:20
von Boger
Hallo Daniel,
ich glaube dir, dass das bei BMW und auch im Allg. bei Hypoidgetrieben so gemacht wird, aber habe für den BK Kardan meine Zweifel. Wenn du die Ritzelwelle nach außen bringen möchtest, dann "könnte" man mit Scheiben hinter dem Außenring des QB20 arbeiten. Folge wäre, dass du eine immer dickere Dichtung unter den Flanschdeckel stecken musst oder Dichtmasse verwendest (finde ich an dieser Stelle auch grundsätzlich besser). Eine Verschiebung nach innen wird so nicht funktionieren, da du mit Scheiben zwischen Innering QB20 und den zwei Halbschalen, den Keilstift nicht mehr in die Nut bekommst. Warum sollte man also an dieser Stelle Einstellungen vornehmen? Konstruktionsbedingt läuft das Ritzel bei der BK immer im gleichen Abschnitt des Tellerrads ab. Die beiden Ververzahnungen bzw. Teile sind darauf auch eingeschliffen und haben die gleiche Nummer eingeäzt.
Das Ausmessen der Scheibehöhe unter dem Tellerrad durch wiederholte Montage und Demontage ist an dieser Stelle schon aufwändig genug, wenn ich da jetzt noch mit Tusche oder Haarlineal arbeite, bringt mir das mehr teoretischen Nutzen aber das Spiel wird dadurch auch nicht besser. Mal ganz zu Schweigen vom "Toten Punkt" durch ein eierndes Tellerrad. Das hat man nähmlich auch öfters mal. Wenn alles passt, dreht man am Gabelstück der Kreuzgelenks hin und her und fühlt das Spiel ganz gut in den Fingern. (Falls das Gefühl nicht vorhanden ist, vorher etwas an der Frau üben...

)
Mit klugscheißerischen Grüßen
Boger
Re: Distanzscheiben für Kardan
Verfasst: 23. Mär 2009, 18:01
von ddomes
Hallo Boger, nun mal weiter zum Kardan 1x1

:
Boger hat geschrieben:Hallo Daniel,
ich glaube dir, dass das bei BMW und auch im Allg. bei Hypoidgetrieben so gemacht wird, aber habe für den BK Kardan meine Zweifel. Wenn du die Ritzelwelle nach außen bringen möchtest, dann "könnte" man mit Scheiben hinter dem Außenring des QB20 arbeiten. Folge wäre, dass du eine immer dickere Dichtung unter den Flanschdeckel stecken musst oder Dichtmasse verwendest (finde ich an dieser Stelle auch grundsätzlich besser).
Korrekt, die Zahl dieser verbauten Dichtungen sind "nach Bedarf" (siehe ET-Liste) einzusetzen. Im Übrigen bin ich der Meinung, dass zur Vermeidung von Axialspiel der Deckel nicht gegen die Dichtung, sondern gegen den Außenring des QB20 drücken muss. Im Bedarfsfall also lieber eine Dichtung weniger und dafür mehr Dichtmasse nehmen.
Boger hat geschrieben: Eine Verschiebung nach innen wird so nicht funktionieren, da du mit Scheiben zwischen Innering QB20 und den zwei Halbschalen, den Keilstift nicht mehr in die Nut bekommst.
Die Gabel wandert doch axial mit dem Triebling mit, den Rest macht die Federscheibe. Es geht ja an der Stelle auch nicht um mm, wenige Zehntel tun da schon sehr viel!
Boger hat geschrieben: Warum sollte man also an dieser Stelle Einstellungen vornehmen? Konstruktionsbedingt läuft das Ritzel bei der BK immer im gleichen Abschnitt des Tellerrads ab. Die beiden Ververzahnungen bzw. Teile sind darauf auch eingeschliffen und haben die gleiche Nummer eingeäzt.
Einstellungen sind wegen den Gehäusetoleranzen (also Fräsung Lagersitz QB20) notwendig! Nur gekennzeichnete Paare Tellerrad/Triebling verwenden, klar.
Boger hat geschrieben:Das Ausmessen der Scheibehöhe unter dem Tellerrad durch wiederholte Montage und Demontage ist an dieser Stelle schon aufwändig genug, wenn ich da jetzt noch mit Tusche oder Haarlineal arbeite, bringt mir das mehr teoretischen Nutzen aber das Spiel wird dadurch auch nicht besser.
Es geht an der Stelle ja nicht um das Spiel, sondern um das "Tragbild". Ich bin nun kein Maschinenbauer, aber es ist erwiesenermaßen ja so, dass wenn es Zahnberührung am inneren oder äußeren Ende der Trieblingszähne gibt, es schnell zu Ausbrüchen kommt. Das gibt es ja dummerweise zu oft...
Boger hat geschrieben:Mal ganz zu Schweigen vom "Toten Punkt" durch ein eierndes Tellerrad. Das hat man nähmlich auch öfters mal. Wenn alles passt, dreht man am Gabelstück der Kreuzgelenks hin und her und fühlt das Spiel ganz gut in den Fingern. (Falls das Gefühl nicht vorhanden ist, vorher etwas an der Frau üben...

)
Mit klugscheißerischen Grüßen
Boger
Der tote Punkt hat mich bei meiner letzten Kardanaktion auch genervt, und ich habe experimentiert, woran das liegen kann. Ich hatte den übrigens alle 360° Triebling... Ich fand dann raus, dass bei mir der Triebling im Bereich Lagersitz Innenring QB20 nicht mehr perfekt war, der Innenring ging mit wenig Kraft vom Triebling runter. Spannt man dann mit dem Keilstift die Gabel dran, verdrückt es den Innenring etwas (seine Ebene steht nicht mehr 90° zur Trieblingachse) und es kommt zum "eiern". Nach Demontage und erneutem Montieren war die schwergängige Stelle dann an einem anderen Punkt.
Selbst wenn das Tellerrad verzogen ist, variiert zwar das Flankenspiel über dem Winkel Tellerrad, ein Einstellen des Trieblings lässt sich im Sinne langer Lebensdauer aber immer noch machen.
Naja, jetzt ist ja Frühling und man will fahren. Kardan einstellen ist eben etwas für lange Winterabende oder verregnete Sauerland-Wochenenden.
Beste Grüße,
Daniel
Re: Distanzscheiben für Kardan
Verfasst: 23. Mär 2009, 20:47
von Kasulzke
So, nun hab gleich noch eine Menge Theorie schlucken dürfen. Fürs erste habe ich noch nicht alles ganz verstanden, dafür muss ich ich sicherlich das erste Kardan "auseinanaderpflücken".
Bei den Scheiben hab ich noch so meine Probleme nach dem Studieren der Ersatzteiliste. Zum Einen sind die Maßangaben ja überhaupt nicht vorhanden (Zählt die Lagerabmessung???

Wer kennt die Abmessungen??). Zum anderen sind u.a. im Getriebe ja auch Anlaufscheiben vorhanden. Wie sieht es mit dem Verschleiß dieser Bauteile aus??
Danke Andre für die Foto´s. Dieser Abzieher ist doch auch in den Ergänzungsblättern von Dunnemals dargestellt oder?
Re: Distanzscheiben für Kardan
Verfasst: 25. Mär 2009, 18:38
von DS
Hallo,
nun will ich mich auch noch fragend reinhängen.
Die Sache mit der Keilschraube im Kreuzgelenk/Triebling war bei mir zum Verzweifeln, fast nicht reinzubekommen!
Meine Schlussfolgerung war, dass nur die Federscheibe zu dick sein kann.
Also, kann einer sagen welche Materialstärke die hatte?
Das Normteil hat 1,6mm.
Perfekt wäre 1mm und die hats vermutlich gegeben?
....oder muss man tatsächlich den Keil abfeilen?
Gruß
Re: Distanzscheiben für Kardan
Verfasst: 25. Mär 2009, 18:57
von oldisegler
Hallo DS,
der Keil geht nur von einer Seite richtig rein. (Nut im Triebling beachten) Seit ich den Keil mal verkehrt montiert habe, kennzeichne ich immer vor der Demontage, wie er reingehört. Ich habe auch nur die Normteilscheibe verwendet, ohne Probleme. ACHTUNG!! Wenn der Kardan nicht zerlegt ist kann es beim Montieren der Kardanwelle passieren das der Triebling nach innen geschoben wird wobei die Halbmonde rausfallen, was eine Demontage des Kardans erfordert.
Gruß Oldisegler