…..wird es meisten Schei…
Ich habe die schönen Tage der vergangenen Wochen dazu genutzt um mit der BK auf Arbeit zu fahren. Laufen tat sie mit jedem Tag im Dauerbetrieb besser und besser. Eigentlich hätte ich gar keinen Grund gehabt etwas zu ändern, die Ausfahrt nächste Woche hat mich aber überlegen lassen einen kurzen Check zu machen. Also mal den Lima Deckel runter und nach dem Unterbrecher geschaut. So und nun kommt es. Ich hab natürlich auch mal mit der Kupplung gespielt und musste feststellen dass ich erhebliches Spiel in Längsrichtung der Kurbelwelle habe. Mein erster Gedanke war: Mist hast du dich doch vergriffen mit dem DDR C3. Also habe ich kurz entschlossen Samstagnachmittag den Motor raus gemacht um das Lager zu tauschen. Als der zerlegt war musste ich zu meiner Überraschung feststellen das nicht das Lager der Grund für das Spiel war, dieses war nämlich Kern gesund, sondern das sich das Lager im Sitz drehte und sich in Längsrichtung bewegen ließ. (Der Lagersitz war bei Montage des Motors noch in Ordnung)
Da ich mir das zu Stande kommen des Defekts nicht erklären konnte habe ich das Lager gegen ein neues getauscht und dieses mit Kleber eingesetzt. Damit es wieder schön vorgespannt sitzt habe ich die letzten verbliebenen Einstellscheiben Dichtringseitig untergepackt und alles wieder montiert. Um die Einstellung des vorderen Lagers habe ich mich nicht weiter gekümmert, es wurde ja nichts verändert. Also Motor wieder rein, Zylinder wieder drauf UND: beim ankicken aus Richtung vorderes Lager/Lichtmaschine ein kratzendes Geräusch….
Also Zylinder wieder runter und Motor wieder raus. Beim zerlegen habe ich dann festgestellt das sich der Sicherungsring des 6205 in Richtung Lima durchgezogen hatte. Also das Ding raus und einen neuen rein. Was ich jetzt nicht erwähnt habe ist das meine KW schön Schiebesitz im hinteren Lager hat. Hier habe ich von Anfang an mit Kleber gearbeitet. Wer am Einsatz von Kleber an dieser Stelle zweifelt dem sei versichert: Das hält!! Das bekommt man nur mit Richtig ordentlich anwärmen wieder raus wodurch ich mir auch gleich wieder das neue Lager zur Sau gemacht habe. So nun hatte ich nur noch ein DDR C0 übrig, also was soll`s, hab ich es halt genommen.
Fazit: BK läuft wieder.
Erkenntnis: Den Kurbelwellenstumpf im Lager mit Fügen Welle Nabe zu verkleben ist Problemlos machbar und es hält. Was den Einsatz von C0 Lagern betrifft bin ich nun in meiner Annahme einmal mehr überzeugt das das großer Unsinn ist, es sein denn Mann steht darauf das das Gejaule und Gepfeife von dem Ding im mittlerem Drehzahlbereich die Fahr bzw. Windgeräusche übertönt…..
Wenn es mal schnell gehen soll…..
Hauptsache ich muss nicht mit der Jawa zum Treffen kommen.
Ich grüße euch schön und bis nächstes WE in Urnshausen!
Frank
Wenn es schnell gehen soll…..
Moderator: Ulrich
- oldisegler
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Re: Wenn es schnell gehen soll…..
Hallo,
Gruß Oldisegler
Das darf aber auch bei lockeren Lagersitz nicht sein. Richtung KW wird es durch den Sprengring gehalten und die andere Seite hält der WD Deckel. Es können bei korrekter Montage nur 0,1- 0,2 mm sein. Hier möchte ich auf das genaue Spiel hinweisen. Es muß zumindst so groß sein das der WD - Deckel noch dichtet und nicht an den Ausgleichscheiben und damit am Lager anliegt. Dasselbe gilt übrigens für vorn und auch für den Kardansimmeringdeckel am Kreuzgelenk. Bei diesem kommt es zwar "nur" zu Undichtigkeiten, am Motor dagegen zu Falschluft (führt zur Abmagerung des Gemischs), was um einiges schlimmer und zumindest hinten, auch mit viel bauerei verbunden ist. Das Einkleben des Lagers in das Gehäuse ist bei lockeren Sitz unbedingt von Nöten.354 Frank hat geschrieben:sondern das sich das Lager im Sitz drehte und sich in Längsrichtung bewegen ließ.
Gruß Oldisegler
Auszüge aus dem Inhalt meines Blogs http://bk350.wordpress.com:
Instandsetzung Telegabel und Motor,
Tipps bei Startproblemen, Modellbau,
Restaurationen, Technische Änderungen, Forumstreffen usw.
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-
354 Frank
Re: Wenn es schnell gehen soll…..
Der Sprengring war mürbe, Peter. Den hat es beim kuppeln in Richtung Kurbelraum „hohl“ gezogen. Somit kam das festgestellte Spiel zu Stande. Jetzt ist ein neuer drin. Allerdings komme ich bei meinem Gehäuse mit zwei Zehntel Ausgleich bei weitem nicht hin. Ich habe insgesamt vor und hinter dem Lager ca. 6 Zehntel verbaut.
- oldisegler
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Re: Wenn es schnell gehen soll…..
Hallo Frank,
mit den 2 zehntel habe ich nicht die Beilagen gemeint. 0,1-0,2 mm sollten " Luft " zwischen Beilagescheiben und Deckelbund bleiben damit die Dichtung auch wirklich zusammengezogen wird. Die Dicke der Dichtung mußt du natürlich auch beachten. d.h. wenn die Dichtung zusammengedrückt ist muß noch ein geringer Spalt sein um zu garantieren das die Dichtung wirklich gedrückt wird und nicht der Deckel an den Scheiben anliegt. Vor dem Lager kommen eigentlich keine Scheiben das liegt am Sprengring an.
Gruß Oldisegler
mit den 2 zehntel habe ich nicht die Beilagen gemeint. 0,1-0,2 mm sollten " Luft " zwischen Beilagescheiben und Deckelbund bleiben damit die Dichtung auch wirklich zusammengezogen wird. Die Dicke der Dichtung mußt du natürlich auch beachten. d.h. wenn die Dichtung zusammengedrückt ist muß noch ein geringer Spalt sein um zu garantieren das die Dichtung wirklich gedrückt wird und nicht der Deckel an den Scheiben anliegt. Vor dem Lager kommen eigentlich keine Scheiben das liegt am Sprengring an.
Gruß Oldisegler
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- bujatronic
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Re: Wenn es schnell gehen soll…..
Hier noch mein Senf dazu: Ich habe bei zwei Gehäusen feststellen müssen, daß auch die Nut, in der der Seegerring sitzt, nach so vielen Jahren und Demontagen nicht mehr viel Vertrauen verdient. Bis zu 0,4mm ungleichmäßig eingearbeitet, warum auch immer.
Wer also in diesem Bereich arbeitet, sollte auch mal über das Nacharbeiten dieser Nut nachdenken, was ja auf einer entsprechenden Drehbank nicht so schwierig ist, zumal dann die heutigen Seegerringe (die etwas dicker sind) passen. Alte Ringe sind meist auch ungleichmäßig eingearbeitet und sollten schon deswegen nicht mehr benutzt werden.
Wer also in diesem Bereich arbeitet, sollte auch mal über das Nacharbeiten dieser Nut nachdenken, was ja auf einer entsprechenden Drehbank nicht so schwierig ist, zumal dann die heutigen Seegerringe (die etwas dicker sind) passen. Alte Ringe sind meist auch ungleichmäßig eingearbeitet und sollten schon deswegen nicht mehr benutzt werden.
"Vergessen Sie auch nicht, daß jedes Kraftfahrzeug wertvolles Volksvermögen darstellt, das möglichst lange zu erhalten nicht nur einen persönlichen Vorteil bringt, sondern auch eine nationale Pflicht ist!"
Obering. Siegfried Rauch
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