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Demontage Radlager

Verfasst: 20. Okt 2004, 14:51
von Gast
Hallo BK Schrauber,

ich möchte gern die Radlager meiner in Restauration befindlichen BK erneuern.

Wie bekommt man die raus? Welche Werkzeuge benötige ich?

Gruß aus Weimar

Oliver

Verfasst: 21. Okt 2004, 22:09
von Gast
Hallo Oliver,
da gibt es im Werkzeughandel spezielle Innenabzieher für Lager (Aussenabzieher auch). Ganze Sätze sind zwar nicht gerade preiswert, aber immer wieder gut zu gebrauchen....
Das vielfach praktizierte Herausschlagen kann erheblichen Schaden am Lagersitz verursachen.
Gruß
Ingolf

Abzieher

Verfasst: 22. Okt 2004, 11:11
von Gast
Hallo Oliver,

einige werden jetzt abwehren, aber für den gelegentlichen Gebrauch reicht es völlig:
auf http://www.westfalia.de in der Suchfunktion mal "Abzieher" eingeben. Auf der zweiten Seite der Fundstellen ist ein Set aus drei Abziehern für 12,95 EUR zu finden. Dann noch den Lagersitz mit der Lötlampe anwärmen und den Abzieher einsetzen ...

Jens

Verfasst: 25. Okt 2004, 09:27
von Gast
Hallo Ingolf, Jens,

Jens, der Abziehersatz ist ja für den Hausgebrauch ganz OK, aber wie du damit die Radlager aus der Trommel kriegen willst??

Das geht soweit ich weiß nur mit den Innenabziehern, die leider zeimliche Löcher in die Kasse reissen... :evil:

Ich habe mitlerweile so einiges an Abzieher angeschafft, die meisten von Kukko. Der Unterschied zum Westfalia Werkzeug ist gigantisch, aber für zwei dreimal im Jahr tun die 'günstigen' Teile auch.. :)

Holger

Abzieher

Verfasst: 25. Okt 2004, 10:50
von Gast
Hallo Holger,

die Abzieher haben schwenkbare Arme und lassen sich so auch als Innenabzieher verwenden.

Verfasst: 25. Okt 2004, 15:16
von Gast
und die beiden/ drei Haken passen dann durch das14-16mm große Loch des Lagers ????

I am impressed...

Holger

lager und löcher

Verfasst: 25. Okt 2004, 17:13
von Gast
:roll: es ist jetzt ca. 1,5 - 2 Jahre her... wie ich es genau gemacht habe, weiß ich nicht mehr. Entweder gingen sie durch oder ich hatte nur noch den Außenring drin. Irgendein Lager an der BK habe ich auch mal mit einer Vorrichtung gezogen (Schraube mit Karosseriescheibe von hinten durchgesteckt, vorn Mutter drauf und mit den Greifern an die mutter und ein U-Stahl als Gegenstück zur Spindel drüber :wink:

Verfasst: 26. Okt 2004, 22:04
von Gast
....nach dem Abziehen kommt manchmal auch das Einziehen....! Da machen sich die 2-/3-Arm-Abzieher denkbar schlecht.... Und es soll ja auch vorkommen (bei Radnaben weniger) daß evtl. schon Dichtringe o.ä. in dem Teil sind, wo das Lager noch rein muß. Ist also "warm machen" u.U. nur bedingt möglich.
Und einzelne Innenabzieher scheinen bezahlbar zu sein (natürlich keine "Ramschkistenpreise"!). Man muß nur genau schauen, welche man wirklich und vielleicht öfter braucht.
Im übrigen würde mich, genau wie Holger, mal interessieren, wie man die Abzieherarme durch den Innenring bekommt.
Gruß
Ingolf

Verfasst: 27. Okt 2004, 11:53
von Gast
Hallo Leute,

wenn ich das so lese da lass ich lieber das eine Lager oder halt 2 des Hinterrades in der Werkstatt wechseln.

Mein Vorderrad ist augenscheinlich und nach Funktionsprobe noch sehr gut. Sind noch schön die Originalen made in Germany.

Ist doch auch jetzt ganz gut dass unsere BK noch nach DIN ausgestattet wurde man bekommt wirklich jede Schraube (z.B. bei inox-schrauben.de)und man hat auch noch die Wahl Stahl oder Edelstahl. Aber natürlich Sechskant wir fahren ja MZ!!!!!

Gruß aus Weimar

Oliver

Verfasst: 27. Okt 2004, 16:33
von Gast
Hallo Leute,

ich verstehe die ganze Aufregung nicht. Auch ich bin genau und vorsichtig und das sind die Grundlagen um die Lager mit einem Stück Rundmetall von innen auszuschlagen. Ich habe noch nie einen Lagersitz beschädigt!
Meißt lässt sich die Distanzhülse zwischen den Lagern etwas zur Seite schieben, so dass nun von der anderen Seite aus eine kleine Angriffsfläche entsteht, die man mit dem Rundmaterial vorsichtig und reihum"in Angriff" nehmen kann. ...und blubb, da ist es
Die zweite Seite ist ja nun ein Kinderspiel.
Und zum Einsetzen gibt es das famose Kältespray aus der Dose, kühlt bis
-40°C das Lager. Das will nun freilich exakt eingedrückt werden.

Viele Grüße

der Senior

Verfasst: 28. Okt 2004, 23:46
von Gast
Hallo Leute,
ihr sollt die Sache nicht übertreiben.
Wenn man die Radlager einfach so "kalt" wechselt, geht dass schon fünf Mal nacheinander gut. Wenn dann der Lagersitz abgenutzt ist, kann man den immer noch einige Male mit dem Körner bearbeiten, um eine ausreichende Presspassung zu erreichen.
Natürlich ist es sinnvoll, das Radlagergehäuse immer zu erwärmen und vor dem Einbau des Radlagers dieses abzukühlen.
Wenn ich mir so überlege das dass originale Radlager 50 Jahre gehalten hat, dürfte man also 300 Jahre problemlos hinkommen. Danach kann man sich dann immer noch von einem Dreher Distanzbuchsen anfertigen lassen. :)

Grüße, Steffen!

Verfasst: 29. Okt 2004, 19:21
von Gast
Hallo Steffen, hallo "Senior",
habt ja recht: man kann sich auch selber verrückt machen. Die Ursprungsfrage war: wie wechselt man die Radlager am besten.....
Natürlich geht auch alles "gefühlvoll-mechanisch". Aber es soll auch Leute geben, die mit einem kräftigen Schlag "einmal links, einmal rechts" die Lager regelrecht "heraushebeln"....
Die genannten Radlager sind nun wirklich kein Problem und auch eine gute Schule "zum Üben". Werkstattbesuch wäre wirklich weggeworfenes Geld (und man lernt ja auch nichts dabei). Bei Getriebe- und Motorlagern sieht das dann schon etwas anders aus.
Aber eines muß ich noch "loslassen": denkt mal bei Buchsen oder "Verkörnung" an das magnesiumhaltige Radnabenmaterial. Letztere Variante geht dort nämlich nicht(wirklich).
Schönes Wochenende
Gruß
AR-15