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kardan - beilegringe
Verfasst: 6. Jan 2006, 21:53
von kutt
ok ..
ich bin grad am kardan zusammenbauen und wollte mal fragen wie das mit den beilegringen ist
ich habe da nun schon so einiges durch - einmal klemmts - dann war für mein gefühl wieder etwas zu viel spiel in der verzahnung
der triebling läuft super - kein spiel nach von / hinten und link / rechts
aber halt mit den beilegringen des tellerrades bin ich mir unsicher
ich hab das jetz so zum test zusammen - kardangehäuse incl dichtung und mal 3 schrauben drinn
wenn ich den triebling drehe (hin und her) hat die ganze sache noch etwas spiel - sagen wir mal wenn man mit der schublehre mißt - geht ja super in der verzahnung - messe ich etwa 0.2 mm
über den radius gerechnet sind das etwa 1,6° (klingt wenig ist aber ein deutliches klappern)
- da man sich da drunter nix vorstellen kann würde ich sagen es müsste noch etwa 0,15mm bis 0,2mm mehr beilegring unter das tellerdad
nun meine frage: muß die verzahnung von haus aus etwas spiel haben? oder sollte das spielfrei zusammengebaut werden?
ich kann mir jedenfalls vorstellen, das sowieso das teil wieder anfängt zu klappern - somit würde ich versuchen das spielfrei zu bekommen ..
naja dazu brauche ich aber einen 0,2mm beilegring - aber sowas dünnes hab ich nicht
(falls jetzt jemand denkt "man der wills aber genau machen" dann sorry - aber ich habe nun mal eine technische ausbildung und in meinem job gehts nach dem motto: abstände größer als 1µm == groß, reinheit kleiner < 99,99% ist dreckig und ein vakuum dicker als 1*10^-6 mbar ist noch atembare luft

)
aber mal erst würdet ihr das spiel noch kleiner machen bzw wie sehr lässt sich die kardanwelle bei euch drehen ? (achtung: muss man das rad ausbauen, da die verzahnung zum hinterrad auch klappert)
PS: mir geht es nicht um das spiel was die ganze sache zum schuß hat - ich will nur nicht das die verzahnung bei jedem gaswegnehmen einen zu großen schlag bekommt
Verfasst: 16. Jan 2006, 23:21
von DS
Hallo Kutt,
hatte die gleichen Gedankengänge.
Mir hat mal einer gesagt, es müsse ein Blatt Papier durch die Verzahnung passen.
Das lässt sich nur schwer machen. Ich habe zum probieren maßvoll Plastelina zwischen einige Zähne gemacht, um zu sehen wie tief die Zähne ineinander greifen und ob die Zahnflanken mittig greifen.
Beim erneuten Zusammenbau erschien mir das Spiel wieder anders, war sehr langwierig.
Ein bischen Spiel muß sein, kommt ja auch noch Öl rein.
Ohne ist schlecht, das wird ja auch warm.
Früher gabs da noch Viskose in Schwammform, von dem man Stücke mit ins Öl gegeben hat um die Sache anzudicken (klingt abenteuerlich).
Gruß
Verfasst: 17. Jan 2006, 09:57
von Ulrich
Ich würde den Rädern, in Hinsicht auf die Ausdehnung bei Erwärmung, auch etwas Spiel lassen.
Viele Grüße von Uli

Verfasst: 26. Jan 2006, 10:56
von Oldie
Hallo zusammen,
bin neu im Forum. Habe letztes Jahr eine Touren Awo restauriert und schaue deshalb dort oft ins Forum (
www.awoforum.de). Dort hat jemand vor kurzem eine Werstattanweisung u.a. auch für Kardanmontage eingestellt. Die Einstellung des Zahnflankenspiels erfolgt dort auch mit Beilagscheiben und kann denke ich für den BK-Kardan übernommen werden. Bei der Awo soll das Spiel um 0,2mm sein, wenn ich mich richtig erinnere. Aber schaut selbst nach unter "Fragen und Antworten".
Gruß Jörn
Verfasst: 1. Feb 2006, 22:48
von AR-15
Hallo Kutt,
Bezugsquellen für Beilege-/Distanzringe sind Motorinstandsetzungsfirmen, Zylinderschleifereien oder auch Instandsetzungsfirmen für Landtechnik. Dort wird noch repariert und nicht nur ein "Aggregatetausch" vorgenommen. Einfach mal in den "Gelben Seiten" nachsehen oder auch eine sog. "freie Kfz.-Werkstatt" kontaktieren.
Gruß
Ingolf
Re: kardan - beilegringe
Verfasst: 11. Dez 2013, 00:15
von glatter
Hallo zusammen,
habe zum Spiel der Kardanwelle im montierten Zustand mal eine Frage :
Wenn ich bei meiner BK( Bj.57, Solo- Kardan) im Stand an der Kardanwelle drehe, dann kann ich die Welle
ca. 4-5 mm bewegen, bis alle Zahnräder greifen und sich das Hinterrad wirklich bewegt.
Ist bei sehr vielen BK`s so, bei denen ich das auf einigen Treffen mal ausprobiert habe.
Scheint demnach normal zu sein.
Bei meiner BK (Bj. 65, BW-Kardan) sind es aber fast 8 mm. (???)
Die Maschine ist jedoch aus Komponenten aller Baujahre zusammengewürfelt.
Kann das schon daran liegen ? Oder Zahnflankenspiel zu groß und der Rest ist einfach nur alt + ausgelutscht ?
Dies 8 mm erscheinen mir zu viel.
Habe im Forum gelesen, das es hier unterschiedliche Ausführungen bei den Kardanwellen geben soll.
Da ich beim Fahren (auch über 100 km/h) keine Vibrationen im Antrieb habe, wollte ich hier erst mal
abwarten und Tee trinken.
Woran erkenne ich die unterschiedlichen Ausführungen ?
Gibt es hier unterschiedliche Verzahnungen zum Motor hin auf der Kardanwelle???
Oder unterschiedliche Aufnahmen im Motor für die Kardanwelle ?
Kann ich jeden BK- Motor mit jeder Kardanwelle fahren ?
Falls nicht, welche Teile gehören hier zusammen ?
Gibt es hier einen Trick um das Spiel auf 4 mm zu bekommen ?
Eventuell hatte schon jemand das gleiche Problem.
Gruß Frank
Spiel am Kardan
Verfasst: 16. Dez 2013, 11:27
von bujatronic
Moin, wenn man bei eingebautem Hinterrad das Spiel feststellen will, mißt man Mist, denn da kommt noch das größere Spiel am Mitnehmer an der Nabe dazu, und das ist bei gelaufenen Maschinen teilweise beträchtlich (by the way, ich lasse momentan Ersatzteile fertigen, wer hätte denn Bedarf?)
Wenn man es exakt messen will, muß man erst mal die Bremsbacken demontieren und dann auf der Mitnehmerbüchse (das ist dieses Zahnrad, das aus dem Gehäuse kommt) einen Hebel befestigen (Grip-Zange mit etwas Vorsicht), die Eingangswelle blockieren (festhalten) und dann auf dem Radius des Tellerrads (großes Spiralkegelrad) eine Meßuhr ansetzen, ich habe dazu einen Winkel gebogen und den an einer der M6-Schrauben befestigt.
Aber solange die Zahnräder geräusch- und schwingungsfrei laufen, im Altöl keine Späne sind, würde ich diesen Aufwand nicht treiben...
Re:Spiel am Kardan
Verfasst: 17. Dez 2013, 00:18
von glatter
Mit der Aussage "Aber solange die Zahnräder geräusch- und schwingungsfrei laufen, im Altöl keine Späne sind, würde ich diesen Aufwand nicht treiben..." kann ich gut leben.
Danke für die Info.
Welche Ersatzteile werden derzeit genau nach gefertigt und was würden diese Kosten ? (PN)
Gruß Frank
Re: kardan - beilegringe
Verfasst: 17. Dez 2013, 08:54
von bujatronic
ich lasse den Mitnehmer, der an die Nabe genietet wird, nachfertigen, konkret die Verzahnung. Siehe Bild, nach längerem Gebrauch sehen die Dinger meist wie Kreissägeblätter aus. Die Mitnehmerhülse im Kardan ist gehärtet und verschleißt weit weniger. Ist übrigens keine der bei Zahnrädern üblichen Flankenform (Zykloide oder Evolvente).
Das Drehen der Passung wollte ich eigentlich jedem Anwender selbst überlassen, damit man es ggf. an eine bereits korrodierte Nabe anpassen kann, das Teil muß auf der Nabe spielfrei sitzen!
Das Flankenspiel habe ich an gebrauchten Teilen gemessen (mit Lötzinn), es betrug 0,45mm. Unter der Berücksichtigung des Verschleißes denke ich, daß für Neuteile 0,2 ... 0,3mm das richtige Spiel sind, so lasse ich es fertigen. Schließlich muß man das Rad dann auch noch reinfädeln können...
Preise habe ich noch nicht, hängt ja auch von der Menge ab, aber es wird bezahlbar.
Re: kardan - beilegringe
Verfasst: 17. Dez 2013, 18:16
von derwolf1303
Klingt interessant, für einen wäre ich zu haben
Re: kardan - beilegringe
Verfasst: 17. Dez 2013, 22:38
von glatter
Bin auch interessiert.
Bitte Preis als PN.
Wie bekomme ich denn die Teile wieder vernietet / verpreßt ?
Meine Nietzange hört bei 5 mm auf ..........
Gruß
Frank
Re: kardan - beilegringe
Verfasst: 18. Dez 2013, 09:56
von bujatronic
ja, wenn es soweit ist, habt mal noch etwas Geduld.
Zur Befestigung suche mal im Forum, das hatten wir schon mal. Auf jeden Fall muß das Ding einschließlich der Befestigungselemente spielfrei sitzen!