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von bujatronic » 21. Jun 2011, 18:28
Auf meinen MZs "für den täglichen Gebrauch" fahre ich selbstverständlich Heidenau-Reifen, nach mehreren meist nicht so guten Erfahrungen mit anderen Herstellern (Conti, Barum). Aber auf denen steht eben "Heidenau" und nicht "Riesa" oder "Pneumant" drauf, was für mich eine Abweichung vom Originalzustand darstellt, den ich erst zu akzeptieren gedenke, wenn es partout keine anderen Reifen mehr gibt. Oder jemand den Look der RIESA-Reifen nachfertigt.
Es ist aber auch ein Unterschied, ob man mit einem Oldtimer fährt, an Wochenenden nur wenige km mit entsprechender Vorsicht oder ein "normales" Motorrad im täglichen Straßen-Streß. Auch auf meinem Wartburg fahre ich zu Veranstaltungen die "guten" Pneumant 6.00-13 und bin damit nicht der einzige! Das Fahrverhalten der Diagonalreifen gehört für mich einfach zum Flair eines Oldtimers und zu der Langsamkeit der damaligen Zeit dazu. Ich würde nie (wie auch schon gesehen) an diesem Auto Alufelgen und Breitreifen fahren, mögen sie auch noch so "cool" aussehen und unstreitig eine bessere Kurvenlage ermöglichen.
Es kommt ja z.B. auch keiner auf die Idee, einen MuZ-Aufkleber anstatt des MZ-Logos am Tank zu befestigen. Oder die ohne Frage miserable Trommelbremse einer ES oder ETS auf Scheibenbremse umzurüsten, oder einen H4-Scheinwerfer oder ein ABS einzubauen, was ja ohne Frage die Verkehrssicherheit erhöhen würde.
Es ist doch letztendlich eine subjektive Entscheidung, wie man "Originalität" auslegt. Ich will so weit wie möglich am Original bleiben und lehne unnötige "Modernisierungen" ab.
"Vergessen Sie auch nicht, daß jedes Kraftfahrzeug wertvolles Volksvermögen darstellt, das möglichst lange zu erhalten nicht nur einen persönlichen Vorteil bringt, sondern auch eine nationale Pflicht ist!"
Obering. Siegfried Rauch