Axialspiel der Kurvenwalze wie groß?

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plessloui
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Axialspiel der Kurvenwalze wie groß?

#1 Beitrag von plessloui » 21. Okt 2008, 17:00

Hallo Jungs!
Mit wieviel Axialspiel baut ihr die Kurvenwalze in das BK Getriebe ein? Wir haben gerade ein Getriebe auseinander, nun liegt es nur noch da dran.

Danke und Gruß Marco

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André
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Re: Axialspiel der Kurvenwalze wie groß?

#2 Beitrag von André » 21. Okt 2008, 19:10

Hallo Marko,
interessante Frage.
Aber für mich wäre es noch interessanter zu erfahren mit welcher Meßmethode Du das Axialspiel prüfen willst.
Eigentlich merkt man sich bei der Demontage wie viele und welche Ausgleichsscheiben beidseitig drauf waren.
Und wenn Du beim Zusammenbau ohne Dichtung arbeiten willst, dann wird entsprechend gegen gerechnet.
Ich weiß, hilft Dir erst einmal nicht weiter.
Das BK-Getriebe ist eigentlich sehr robust.
Folgendes erscheint mir wichtig.
Das Getriebe trocken zusammenschrauben.
Die Gänge müssen während des Drehens der Antriebswelle leicht und korrekt zu schalten gehen.
Der Schaltarretierhebel darf auf der Kurfenwalze nicht zwischen den Vertiefungen(Gangraster) verrecken :!: In diesem Fall könnte das Axialspiel schon zu gering sein.
Natürlich darf auch nicht zu viel Spiel sein. Ein Nebeneffekt kann ein Herausdrücken der Dichtkappe im Deckel als Folge haben. Es entsteht Öldruck. Hat Oldie hier im Forum schon einmal sehr gut beschrieben inkl. Schraubertipp :wink:
Eigentlich kannst bei Kutt seiner Getriebeinstandsetzungsanleitung alles wichtige entnehmen. Besonders guter Hinweis ist z.B. das Abdichten der Achse(Schaltgabel) und Kurvenwalze im Getr.-deckel :wink:

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass für ein einwandfreies Schalten die Leichtgängigkeit der Schaltwelle und des Zahnsegmentes sehr wichtig ist. Wenn man diese beiden Teile zu sehr gegen das Gehäuse bzw. Getriebedeckel drückt, um des Getriebe bestmöglichst abzudichten, können Probleme beim Schalten entstehen. Sogar erst unter Betriebstemperatur :!:
Um die Leichtgängigkeit und absolute Dichtheit zu erreichen, habe ich mir von Oldie Wellendichtringe ins Gehäuse und Getriebedeckel einbauen lassen. Super Sache zum vernünftigen Preis.

Gruß André
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plessloui
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Re: Axialspiel der Kurvenwalze wie groß?

#3 Beitrag von plessloui » 21. Okt 2008, 20:28

Hallo Andre!
Vorab: Es ist schon klar, dass die Kurvenwalze leichtgängig arbeiten muss. Auch bei warmen Getriebe.
Wir haben jetzt das 3. Getriebe in Arbeit. Uns war aufgefallen, dass gerade an der Kurvenwalze ein sehr unterschiedliches Spiel vorhaden ist (zwischen 0,5-2,5mm).
Deutlich wird, und das ist von oben vom Deckel aus zu sehen, dass beim Schalten die Kurvenwalze sich in diesen unterschiedlichen Spiel vor und zurück bewegt. Z. B. springt die Kurvenwalze bei zu großem Spiel beim 4. Gang einlegen nach vorne (Fahrtrichtung). Dabei bewegt sich die Schaltgabel mit Schaltmuffe ebenfalls in diese Richtung. Beim 3. Gang ist es die umgekehrte Richtung.
Wir vermuten das das u. a. die Ursache für das herausspringen der Gänge bedeutet und das dieser Fehler durch entsprechende Beilagescheiben einfach zu beheben sei (im Gegensatz zum Bearbeiten der verschlissenen Schaltmuffen usw.).
Aus dem Bauch heraus würde ich so ca. 0,5mm Spiel sagen.

Messen kann man dieses Spiel eigentlich gut bei geöffneten Deckel mit entsprechender Fühllehre. Klar, dass Getriebe muss schon ausgebaut sein.
Einfacher ist es natürlich bei zerlegtem Getriebe. Nur die Schaltwalze montieren, Dichtung und
Dechel drauf. Mit nicht zu großen Händen kann man(n) ganz gut durch den Deckel nen Eingriff wagen.
ps Übrigens haben wir die Getriebe bisher mit O-Ringen abgedichtet. Wellen inkl. K.-Walze und Schaltgabelführung wurden eingeschliffen und mit diesen Ringen versehen. Bisher :D

Oldie

Re: Axialspiel der Kurvenwalze wie groß?

#4 Beitrag von Oldie » 21. Okt 2008, 20:55

Hallo,
ich habe nun auch schon das ein oder andere Getriebe gemacht und versucht, das Axialspiel so gering wie möglich einzustellen. 2-3 Zehntel habe ich so etwa angestrebt. Eine Gefahr des Verklemmens bei warmen Getriebe besteht nicht, da sich Alu immer mehr ausdehnt als Stahl. Das Spiel wird also eher größer. Wie schon geschrieben besteht bei zu großem Spiel die Gefahr des Rausdrückens des Blechdeckels und bei größerem Spiel sicherlich auch die des Gangrausspringens.
Oldie

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André
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Re: Axialspiel der Kurvenwalze wie groß?

#5 Beitrag von André » 21. Okt 2008, 21:18

Hallo Marco,

ich dachte auch wir unterhalten uns über Zehntel :roll:
2,5 mm könnten tatsächlich eine Ursache dafür sein.
Außerdem besteht bei solch einem großen Spiel die Gefahr, wenn der Schaltarretierhebel nur leicht verbogen ist, dass er abtriebsseitig hinter die Kurvenwalze rutscht.


Gruß André
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