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von bujatronic » 20. Dez 2012, 17:51
Hier wäre noch anzumerken, daß bei der Ladekontrolle zweierlei Polarität vorkommt.
Wie beschrieben ist der obere ringförmige Kontakt (beide mit einem Kabel verbunden) Kl. 15, liegt also bei eingeschalteter Zündung an Plus. Der andere Pol der Ladekontrolle liegt an D+, bei stehendem Motor ist dort Null Volt, bei laufendem je nach Drehzahl und Reglerspannung 1 ... 7,5V. Sobald dort die Spannung auf U Batt minus ca. 1,9V (also bei gut geladener Batterie ca. 4,2V) gestiegen ist, geht die LED aus, also etwas später als eine Glühlampe und ziemlich abrupt.
Wenn man bei laufendem Motor die Zündung ausschaltet, liegt Kl. 15 aber über Zündspulen/Unterbrecher und evtl. weitere Verbraucher nahezu an Masse (Null Volt), während der Generator aber noch arbeitet und daher D+ weiter eine positive Spannung liefert, dehalb geht beim Ausschalten des Motors eine Glühbirne noch einmal kurz an und verlischt, wenn der Motor steht. Das macht die LED nicht, weil sie ja nur in eine Stromrichtung leuchtet. Sie kann aber Schaden nehmen, denn bei roten LED ist die Sperrspannung meist mit 5V angegeben, und die wird hier /wenn auch nur kurzzeitig) überschritten. Man spielt also ein bißchen Lotto, wobei jedoch die Chance, eine LED zu erwischen, die auch bei 5,01V oder so durchfliegt, ziemlich gering ist. Vermeidbar wäre das durch eine Graetz-Schaltung für die LED, aber das geht sicher zu weit. Bei 12V ist so etwas aber unabdingbar, denn das halten die LEDs in Sperrichtung kaum aus.
Auch tauchen gelegentlich Oldtimer auf, bei denen Plus am Rahmen liegt (siehe Diskussion Generator), da müssen natürlich die LED andersrum gepolt sein. Der guten alten Glühlampe (die ich selbstverständlich bevorzuge) macht das nichts...
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Obering. Siegfried Rauch