Zinkpest Einzelfall oder nicht??

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plessloui
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Zinkpest Einzelfall oder nicht??

#1 Beitrag von plessloui » 1. Nov 2009, 18:16

Hallo Jungs,
bei dem einen Flachschieber Vergaser aus dem Arno seiner BK ist das Gehäuse rundherum gerissen. Zinkpest wie bei Tacho´s und EMW Vergasern??
Also jedenfalls haben wir solch einen Vergaser noch nie in den Händen gehabt. Was sagt ihr dazu?

Und nochwas: Wer kennt solche Sturzbügel? Gab es diese so Original?

Gruß Marco

P.S. Die BK lief heute zum ersten mal und das mal garnicht so schlecht!
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Christian
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Re: Zinkpest Einzelfall oder nicht??

#2 Beitrag von Christian » 1. Nov 2009, 21:59

plessloui hat geschrieben: Also jedenfalls haben wir solch einen Vergaser noch nie in den Händen gehabt. Was sagt ihr dazu?
Meint ihr die Bauart oder den Zustand? Wenn es um den Zustand geht - so etwas ist mir bis jetzt auch noch nicht untergekommen.
Wenn ihr die Bauart meint - :?: Habe auch noch so ein Gehäuse rumliegen...

Die Sturzbügel würde ich als "zeitgenössisches Zubehör" einstufen. Gab es vielleicht sogar so zu kaufen. Auf jeden Fall erhaltenswert.

Grüsse Christian

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plessloui
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Re: Zinkpest Einzelfall oder nicht??

#3 Beitrag von plessloui » 2. Nov 2009, 08:28

Moin Christian,
wie denn Bauart? Das es Flachschieber Vergaser gab ist ja klar.

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André
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Re: Zinkpest Einzelfall oder nicht??

#4 Beitrag von André » 2. Nov 2009, 14:00

plessloui hat geschrieben:... Was sagt ihr dazu?
... Und nochwas: Wer kennt solche Sturzbügel? Gab es diese so Original?
Hallo Marko,
das Problem mit diesen Gussteilen kenne ich auch.
Natürlich wie Du schon richtig sagst, ist es ein häufiger Schwachpunkt bei der R35-Restauration :wink:
Diese Vergaser kosten schnell einmal so viel, wie ein kpl. Paar für die BK.
Aber auch einige alte Benzinhähne haben diese Auflösungserscheinung. Ich vermute, dass die eigentliche Ursache der Treibstoff ist.

Diese Art bzw. Form von Sturzbügeln habe ich schon oft gesehen. Sicherlich gab es verschiedene Hersteller von diesem Zubehörteilen und natürlich auch Bastler :wink:

Gruß André
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Nach "FEST", kommt "AB" !

Utomborder
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Re: Zinkpest Einzelfall oder nicht??

#5 Beitrag von Utomborder » 4. Nov 2009, 09:17

Hallo,

so einen Vergaser hatte ich auch schon, der war so weich, daß ich den mit den Händern zerdrücken konnte....
Allerdings war der nie mit "modernem" Sprit in Verbindung gekommen. Wenn Treibstoff die Ursache sein sollte, dann der aus der ehemaligen. Oder das Öl...

Grüße

utomborder

Oldie

Re: Zinkpest Einzelfall oder nicht??

#6 Beitrag von Oldie » 4. Nov 2009, 09:43

Hallo Leute,
Kraftstoff ist nicht die Ursache. Infolge Materialmangels wurden damals minderwertige Legierungen eingesetzt. Die Zerstörung kommt durch interkristalline Korrosion.
Dabei reagieren Legierungsbestandteile mit Luftsauerstoff und Wasser. Durch die Volumenvergrößerung der Oxide wird dann das Material auseinandergesprengt.
Ich hatte das auch mal an einem Innenleben von einem Tacho. Die Teile sind mir unter den Fingern zwerbröselt. Vorrangig hat man diese Probleme bei frühen AWO's und EMW. Ab Mitte der 50'iger hatte man das dann wohl besser im Griff.
Oldie

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André
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Re: Zinkpest Einzelfall oder nicht??

#7 Beitrag von André » 4. Nov 2009, 15:59

Ah ha, wieder etwas schlauer geworden :roll:
Gut das ich geschrieben hatte "vermute" :wink:
Vielen Dank für die Info Oldie :!:

Gruß André
Nach "FEST", kommt "AB" !

Oldie

Re: Zinkpest Einzelfall oder nicht??

#8 Beitrag von Oldie » 4. Nov 2009, 16:16

André hat geschrieben:Ah ha, wieder etwas schlauer geworden :roll:
Gut das ich geschrieben hatte "vermute" :wink:
Vielen Dank für die Info Oldie :!:

Gruß André
Als gelernter Metallurge musste ich mich vor langer Zeit mal damit befassen.
Hier noch was allgemeines dazu:
http://de.wikipedia.org/wiki/Zinkpest

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plessloui
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Re: Zinkpest Einzelfall oder nicht??

#9 Beitrag von plessloui » 4. Nov 2009, 20:55

Jo sehr interessant. Zum wegschmeißen ist der Vergaser dennnoch zu schade. Bin gespannt wie er in 10 Jahren aussieht.

Grüße!

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