Motor ausbauen

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Quercus
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Motor ausbauen

#1 Beitrag von Quercus » 30. Apr 2012, 13:04

Hi Leute,
Habe hier im Forum nichts passendes gefunden. Deshalb meine Anfrage.
Wenn ich den Motor ausbaue, muss ich dann vorher den Kardan komplett abbauen oder geht das auch anders? Ich habe jetzt soweit alle Schrauben und Muttern gelöst sowie die Kabelverbindungen. Die Schrauben, die das Kreuzgelenk verbinden, sind auch raus. Jetzt kann ich aber die Kardanwelle nicht richtig nach hinten verschieben, damit die Verbindung zum Getriebe komplett gelöst ist. Ich will jetzt auch nichts gewaltsam machen. Was ist die beste Lösung.
Danke
Gruss Ralph
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s-maik
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Re: Motor ausbauen

#2 Beitrag von s-maik » 30. Apr 2012, 13:22

hi,
hardischeiben rennen, äußeren mitnehmer nach hinten schrieben fertig
motor kann jetzt ohne probs raus genommen werden
emmen und ne schwalbe

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oldisegler
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Re: Motor ausbauen

#3 Beitrag von oldisegler » 30. Apr 2012, 13:41

Hallo,
Deckel ab, Vergaser ausbauen, die Stellung der Welle auf dem äußeren Mitnehmer kennzeichnen und den Motor nach vorn oben schieben und dann hinten unten zuerst raus. Die Hardyscheibe braucht nicht getrennt werden. Siehe auch die Bedienungsanleitung.
Gruß Oldisegler
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bujatronic
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Re: Motor ausbauen

#4 Beitrag von bujatronic » 30. Apr 2012, 14:24

Nach 2 unterschiedlichen Meinungen nun eine dritte: Ich empfehle, so viel wie möglich abzubauen, es sei denn, man hat sehr viel Geschick. Ich würde auch das Gummigelenk komplett abbauen (also Zerlegen durch Entfernen der 4 Schrauben M6x25, die Kronmutter entsplinten, abschrauben und den inneren Mitnehmer ziehen), dann den Kupplungshebel abbauen oder zumindest fixieren. Der Achsantrieb kann drin bleiben. Der Hinweis zum Markieren der Einbaulage des äußeren Mitnehmers ist richtig und wichtig.
Das Stück Kotflügel, was am Rahmen angeschweißt ist, abdecken (da eckt man am ehesten an). Es genügt m.E., an den Vergasern die oberen Kappen abzuschrauben und die Schieber mitsamt den Bowdenzügen herauszunehmen.
Der Motor ist nicht eben leicht und ziemlich sperrig, wenn man dann irgendwo aneckt und den Lack zerkratzt, ärgert man sich hinterher bloß.
Frohes Schaffen!
"Vergessen Sie auch nicht, daß jedes Kraftfahrzeug wertvolles Volksvermögen darstellt, das möglichst lange zu erhalten nicht nur einen persönlichen Vorteil bringt, sondern auch eine nationale Pflicht ist!"
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Quercus
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Re: Motor ausbauen

#5 Beitrag von Quercus » 30. Apr 2012, 15:09

Danke für die Vielen Hinweise. Motor ist jetzt draußen. Das Einzige was ich nicht gemacht hatte, war das Kennzeichnen der Einbaulage des äußeren Mitnehmers. Was kann passieren, wenn man das nicht gemacht hat? Doch schlimmstenfalls ewiges Drehen und Suchen der richtigen Stellung? Das Gummigelenk hatte ich schon auseinandergebaut. Ich hatte vorher auch schon das Meiste abgebaut, einfach um den Ausbau des Motors zu erleichtern. Die Vergaser waren auch schon raus. Die hatte ich gestern schon gereinigt und überholt.
Den Motor wollte ich deshalb raus haben, weil ich immer unter dem Motor-/Getriebeblock einen Ölfleck habe. Über den Winter stelle ich die Maschine immer auf Wellpappe und lege noch einen Lappen unter den Motor. Der Lappen ist jetzt richtig mit Öl vollgesaugt und die Wellpappe entsprechend auch.
Meine Vermutung war und ist, dass was zwischen Getriebe/Motor undicht ist. Und genau so ist es. Die bekannte Stelle war nur mit einfachem Silikon abgedichtet :cry: . Jetzt muss ich mal schauen, wie ich das richtig dicht bekomme. Hab mal ein Bild angehangen. Bekommt man das auch ohne Simmerringwechsel dicht?
Danke
Gruss Ralph
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Re: Motor ausbauen

#6 Beitrag von bujatronic » 30. Apr 2012, 16:07

Das Thema Kardanwelle hatten wir gerade ausführlich diskutiert, siehe hier:
viewtopic.php?f=5&t=2254
Ich bleibe dabei, daß der äußere Mitnehmer mit der hinteren Gabel an der Kardanwelle in einer Ebene stehen muß. Einfach die Glocke abnehmen, dann sieht man es.

Zum Thema Getriebe siehe hier:
viewtopic.php?f=5&t=1777&hilit=Schaltgabel
viewtopic.php?f=5&t=714&hilit=Simmerringe

Soweit ich das aus dem Foto erkennen kann, handelt es sich um die Durchführung für die Achse für Schaltgabeln (oder?). Dort sitzt kein Simmerring, das Teil muß man mit Dirko grau einsetzen.
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Re: Motor ausbauen

#7 Beitrag von oldisegler » 2. Mai 2012, 11:33

Hallo,
ich empfehle auch die anderen Wellendurchführungen gründlich mit Dirko Grau abzudichten. Da gibt es erfahrungsgemäß öfters Undichtigkeiten.
Gruß Oldisegler
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Re: Motor ausbauen

#8 Beitrag von Utomborder » 3. Mai 2012, 08:41

Ist das die Welle, auf der die Schaltgabeln laufen? Da ist kein Wellendichtring hinter. Das ist überhaupt keine Dichtung dran....

Ich hab da einen Einstich für einen O Ring gemacht. Besser als nix, aber richtig dicht wirds nicht. Das ist eh so ein Thema, gibts Dichte BK Getriebe?

Die Blechnäpfe kann man auch nochmal rausnehmen, Dichtmasse rein und neu verstemmen.

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Re: Motor ausbauen

#9 Beitrag von bujatronic » 3. Mai 2012, 15:03

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Re: Motor ausbauen

#10 Beitrag von oldisegler » 4. Mai 2012, 10:07

Hallo,
bei Demontage der Getriebeplatte kann dort eine Entlastungsbohrung angebracht werden. Diese verhindert das die Welle das Öl komprimiert und damit wird es auch dicht. Allerdings muß halt das Getriebe geöffnet werden. (haben wir schon drüber diskutiert, einfach mal suchen)
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Re: Motor ausbauen

#11 Beitrag von kutt » 4. Mai 2012, 11:37

Utomborder hat geschrieben: Das ist eh so ein Thema, gibts Dichte BK Getriebe?

Dicht muß das Ding nicht sein. Die BK ist von vorn bis hinten auf eine Verlustschmierung konstruiert. Selbst wenn das Getriebe dicht sein sollte, hat man trotzdem immer mal ein tröpfchen Öl unterm Moped - Das kommt dann halt aus den Vergasern.

Auch das Öl und Fett z.B. Kardan, Winkelgetriebe (Mitnehmerseitig) und Geradewegfederrung landet teilweise letztendlich auf der Straße

Quercus
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Re: Motor ausbauen

#12 Beitrag von Quercus » 4. Mai 2012, 22:57

So Schaubergemeinde,
habe wieder alles eingebaut. Jetzt ist mir aber aufgefallen, daß beim Bewegen des Hinterrades im Leerlauf das Gummigelenk eiert. Das war vorher glaube ich nicht so gewesen und sollte wohl auch nicht so sein. Habe das Gummigelenk wieder aufgeschraubt, nochmal angeschaut, ob die Gummihälften richtig aufeinander sitzen und wieder zusammengebaut. Eiert immer noch.
Spielt sich das nach kurzer Zeit wieder ein (weil ja auseinandergebaut und wieder zusammengebaut), sodass das Gummigelenk wieder vertikal zum Getriebe läuft oder habe ich beim Einbau was falsch gemacht? Erfahrungen?
Danke
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Re: Motor ausbauen

#13 Beitrag von Richy » 5. Mai 2012, 00:18

Das Eiern ist unkritisch, solang es nicht irgendwo schleift. Auch wenns komisch aussieht.

Gruß,
Richard

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