Räder einspeichen

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Privra
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Re: Räder einspeichen

#16 Beitrag von Privra » 1. Sep 2012, 23:08

Ich kann nicht zu allen Fragen was sagen, aber die 200er Speichen benötigen jedenfalls andere Felgen, da die Punzung einen anderen Winkel haben muss.
Ich meineer Wechsel auf kürzere Speichen sei zur Erhöhung der Stabilität erfolgt?

Jens
Danke, dass Sie mich gelesen haben. Sie haben eine kleine Signatur sehr glücklich gemacht.

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oldisegler
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Re: Räder einspeichen

#17 Beitrag von oldisegler » 2. Sep 2012, 15:59

Hallo,
ich kann dir nur noch Edelstahlspeichen empfehlen. Nachdem ich nach 2 Jahren stark an
gegammelte Speichen und abblätternden Chrom reklamiert habe. (Kleeblatt) Edelstahl ist nicht teurer und du hast Ruhe. Ich war immer für Chrom aber was man da heute bekommt........? Zur Festigkeit. Ich hatte zwar keine gebrochenen aber dafür rundrum lockere. Das schob ich allerdings auf das zu schwache anziehen der Speichen. Nach dem Anziehen hatte ich keine Probleme mehr. Aber zu zweit mit Gepäck, Speichen vielleicht locker....? Seit dem empfehle ich nach den ersten 200 km die Speichen auf Festsitz zu kontrollieren.
Die Umstellung auf 160 er ist jedenfalls wegen häufiger Speichenbrüche erfolgt.
Gruß Oldisegler
Auszüge aus dem Inhalt meines Blogs http://bk350.wordpress.com:
Instandsetzung Telegabel und Motor,
Tipps bei Startproblemen, Modellbau,
Restaurationen, Technische Änderungen, Forumstreffen usw.

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bujatronic
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Re: Räder einspeichen

#18 Beitrag von bujatronic » 2. Sep 2012, 19:27

Daß Speichen nachgezogen werden müssen, war früher gang und gäbe. Man muß schon mal alle paar Tausend km das Rad drehen und die Finger an den Speichen streifen lassen, um den Festsitz zu kontrollieren. Insbesondere, wenn man auf den nach der "Wende" so viel besser gewordenen Straßen Ostdeutschlands unterwegs ist... Schließlich ist die BK kein Leichtgewicht und die kurzen Federwege haben nach Kraft = Masse mal Beschleunigung natürlich auch eine tüchtige Belastung der Speichen, Felgen und Naben zur Folge.
Zu Edelstahl: Bitte beachten, daß der nicht mit schwarzem Stahl (Werkzeug!) in Berührung kommen darf, sonst hat das Fremdrost zur Folge.
"Vergessen Sie auch nicht, daß jedes Kraftfahrzeug wertvolles Volksvermögen darstellt, das möglichst lange zu erhalten nicht nur einen persönlichen Vorteil bringt, sondern auch eine nationale Pflicht ist!"
Obering. Siegfried Rauch

Sport-Lu
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Re: Räder einspeichen

#19 Beitrag von Sport-Lu » 2. Sep 2012, 20:09

Hallo Frank!

Leider kann ich keinen Tipp geben,aber die 160er Speichen musst du weiter zu deinen Felgen verwenden.Sind das auch richtige BK-Felgen?Im Nachbau gibts die m.W.nach nicht neu!!!
Über Edelstahl kann man auch streiten.Viele sagen die wären zu weich,könnte man nicht genug spannen.Ich hab da aber keine Erfahrungen mit.
Ich hatte mit meinen angerosteten Speichen auf 16000km einen Speichenbruch.Mit Sozia auf Kopfsteinpflaster!!!!!!Aber ich tue auch alle 500km kontollieren,immer wenn ich das Kardanöl auswechsel.
Ich denke das in deinem Falle mehrere ungünstige Faktoren zusammen kamen.Scharfe Kurve,hohe Last,ein Schlagloch wer weiss???
Vielleicht melden sich ja noch die "alten"Gespann-Haudegen Andrè und Christian noch zu Wort?
Kann noch jemand etwas zu den unterschiedlich gekröpften Speichen sagen??

Gruss Jörn! :mrgreen:
Metzger,Bäcker und Friseure sind in Foren Ingenieure.

Eine BK ohne Ölfleck darunter......"Das ist aber nicht original so!!"

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André
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Re: Räder einspeichen

#20 Beitrag von André » 3. Sep 2012, 16:32

Sport-Lu hat geschrieben: ... Vielleicht melden sich ja noch die "alten"Gespann-Haudegen Andrè und Christian noch zu Wort? ....
Hallo,

na ja, ehrlich gesagt habe ich bei meinen Gespannen noch nie eine gebrochene Speiche gehabt. Trotz meine fahrweise :wink: Oft sind meine SW mit Erwachsen und Enkelkind "voll" ausgelastet.
Manchmal habe ich mit angehobenen dritten Rad das Gefühl, dass dann weniger Kräfte auf den Räder wirken :roll:

Ich hatte mal bei meiner R35/2 ein Speichenbruch, aber da fahre ich wahrscheinlich noch die ersten Speichen, zweitens war ein Teil der Route zu dem Treffen in Eisenach mit Kopfstein gepflastert, Sozius fuhr auch noch mit und eine hintere Federung kann man bekanntlich bei dem Oldtimer suchen :roll:
Und weil es auch noch eine Speiche direkt neben dem Ventil war, hat der Wechsel ohne Rad- u. Reifendemontage besonders viel Spaß gemacht :wink:

Bei meiner Solo-BK habe ich es nun auch einmal mit 160 mm langen Edelstahlspeichen probiert. Die Felgenpunzungen(Nippelaufnahmelöcher :wink: ) habe ich entsprechend dem Technischen Werks-Informations-Blatt T14 auf 8,00 mm aufgebohrt.
Die Rostempfindlichkeit der verchromten Speichen hatte mich genau so genervt wie Oldisegler es bereits beschrieben hat.
Zur Festigkeit kann ich jedoch keinen repräsentativen Erfahrungsbericht abgeben, weil ich mit ihr noch nicht sehr viele Kilometer gefahren bin.

Hier auch noch eine indirekte Werbung für eine Oldtimer freundliche Tankstelle in Stolpen. Besonders zu beachten das Schild auf der Tanksäule :D
Alles im Angebot was unsere Lady´s so brauchen, ich bevorzuge die letzte Mischung für die BK´s.

Bild

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Nachtrag - ich fahre in allen BK-Rädern 160 mm Speichen.


Gruß André
Nach "FEST", kommt "AB" !

Kerl
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Re: Räder einspeichen

#21 Beitrag von Kerl » 3. Sep 2012, 20:09

Ihr macht mir jetzt irgendwie Angst mit euren Schauergeschichten über Speichenbrüche. Ich hab offen gesagt noch nie nach den Speichen geguckt. Nur ganz zu Anfang, wegen der seltsamen Hoppelei bei langsamer Fahrt und Schiebebetrieb.
Jetzt sind beide Räder komplett schwarz lackiert (ist sicher nicht richtig so, aber der Altvordere wollte es, weil am einfachsten) und ich mag da nicht dran rumdrehen. :|
Guck ich mir demnächst genauer an, bei lockeren Speichen sollte ja der Lack reissen.
Unsinn, die hat vier Takte - auf jeder Seite zwei!

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