nadelgelagerte kurbelwelle

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kutt
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nadelgelagerte kurbelwelle

#1 Beitrag von kutt » 2. Jan 2007, 22:36

hi bk fans!

ich habe vor einiger zeit mal einen motor bei ebay geschossen, den ich mir so nach und nach mal aufbauen will

soll nur das feinste rein - aber noch halbwegs ogrinal


also fischer kolben, ausgedrehte vergaser, neu gewickelte zündspulen (lima soll orginal bleiben, obwohl ich schon sehr mit der jawa anlage liebeugel) und eine nadelgelagerte kurbelwelle

ich weis das es sowas gibt ..
die pleuele werden extra neu angefertigt und sind sogar verchomt

preis == hoch

hat sich jemand soch an sowas rangewagt bzw sogar schon in der praxis laufen ?

mich würde mal interessieren, ob sich so eine kurbelwelle lohnt (mal abgesehen davon, daß man ohne sich sorgen zu machen, locker unter 1:50 gehen kann)

Sport-Lu
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#2 Beitrag von Sport-Lu » 3. Jan 2007, 12:45

Hallo Kutt!
Sicherlich ein reizvoller Gedanke.
Ob sich das lohnt musst du selbst entscheiden.Ob der Motor damit ruhiger läuft,möchte ich noch bezweifeln.Am Arbeitsprinzip ändert sich ja nichts,das "Nachschlagen"beim Abtouren wird bleiben.Wenn ich mich an meine 2 Mopeds entsinne(Habicht,S51)gefiel mir der Habicht vom Motorlauf besser(ruhiger) als das S51.Habicht hat ne Pleuelbuchse,S51 ein Nadellager.O.K.1:50 wäre ein Argument.
Die KW kostet dann das doppelte, wie ich gestern erfahren habe. Wenn du eine brauchst,kannst du eine Adresse von mir bekommen.

Gruss Jörn! :D

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kutt
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#3 Beitrag von kutt » 3. Jan 2007, 13:20

naja die preise für solche wellen liegen bei 250 ... 500 euro

bronzegelagert: 130 .. 240 euro

ich muß noch sagen, daß ich keineswegs den motor tunen will (also ein paar pferdchen mehr rausholen), obwohl der bkmotor dafür mehr als geeignet ist.

ich denke aber, daß man einen so alten motor mit soetwas nicht verhunzen sollte - da ist ein 150ccm ts motor besser geeignet

so richtig argumente für oder gegen so eine welle habe ich selber nicht finden können - außer vielleicht, daß die dann länger hält - und natürlich das mit dem 1:50

der preis ist mir egal - ein hobby muß geld kosten sonst ist es keins :) - es ist ja auch nicht so, daß ich jetzt jede woche so ein ding kaufe

naja ich werde sehr früh am 13 auf der augustusburg sein (brauche noch ein paar teile) - da sind ja auch die kurbelwellenfritzen immer am start :)

ich denke mal nicht, daß die soetwas nur so "zum spaß an der freud" anbieten :D bin mal gespannt was die mir für argumente geben könnten :)

aber die adresse nehme ich jörn - am liebsten per mail :)

PS: du hattest mal vor einer weile nach meiner telefonnummer gefagt (irgendwas mit dem getriebe war da wenn ich mich recht entsinne) - die habe ich dir per pm geschickt - ist die angekommen ?

gruß Martin

mopped.sven
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#4 Beitrag von mopped.sven » 4. Jan 2007, 10:54

Also bei moderneren Motoren gab es ja auch immer wieder die Diskussion, was besser ist (Gleit- oder Wälzlagerung). Rein von der Technik müsste das Startverhalten etwas besser werden. Ob die Kilometerlaufleistung ausschlaggebend ist glaube ich mal nicht, da ne ordentlich gemachte Welle (gleitgelagert) bestimmt länger halt, als Du noch zum fahren kommst.

Der höhere Preis kann nur von der Neuanfertigung des Pleuls kommen, da das Lager ja nur ein Cent-Artikel ist. Ich bin der Meinung, dass es die orig. Welle voll und ganz tun sollte. Das die nadelgelagerte Welle angeboten wird muss noch nicht bedeuten, dass es das richtige ist. Angeboten wird viel...

Vielleicht fragst Du einfach mal direkt nach Vor- bzw. Nachteil. So eine Lagerung hat ja auch Nachteile...

Oldie

#5 Beitrag von Oldie » 5. Jan 2007, 14:44

Hallo Kutt,
es gibt da so ein Additiv, mit dem man die Ölzugaben halbieren kann.
Schaust Du hier:
http://www.mathy.de/index.php?page=an_z ... 88fd34d0f7
Habe es selbst noch nicht ausprobiert, ist aber von namhaften Oldtimerzeitschriften als gut getestet worden. Barkas wurde mit 1:200 gefahren und Trabbi mit 1:100. Sollte man bei unseren Motoren auch auf deutlich unter 1:50 kommen.
Alternative teures Öl statt teure Kurbelwelle.
Gruß Oldie

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kutt
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#6 Beitrag von kutt » 5. Jan 2007, 16:56

hmm also ich weis nicht so recht ...

bei additiven stellen sich immer leicht meine nackenhaare zu berge :)

vorallem wenn groß mit "mehr leistung" geworben wird

hat das mal jemand ausprobiert ?

30 euro für 0,5l ist schon ganz schön hart

ich rechne mal mit 5l / 100 verbauch:

wenn man da mal rechnet, daß man wirklich auf 1:100 geht reicht das für 50l benzin. somit muß man alle 1000 km für 30 euro ne neue flasche kaufen (wobei ich nicht glaube, daß die bk 1:100 auf dauer mitmacht - evtl sind damit auch nur nadelgelagerte motoren gemeint)

wenn ich da 1:25 mit meinem billigöl (~2,7 euro / liter) fahre brauche ich pro 1000 km 2 liter öl (also 4 mal mehr -- ist ja logisch :D ). das macht 5,4 euro

rechnet man mal weiter, daß man sagen wir mal 5000 km / jahr hinbekommt macht das fahren zu dem additiv etwa 123 euro differenz zum billigöl (pro jahr!)

somit würde sie das einbauen einer solchen welle schon nach einem jahr lohnen (im gegensatz zu diesem additiv)
und man hat eine direkte mechanische änderung, die MZ/simson bei späteren baureihen auch gemacht hat, um die spritkosten zu senken ...

wenn man im vornherein so eine welle einbaut und sagen wir mal 100 euro drauflegt müsste man mit dem billigöl und 1:50 *rechne*rechne*rechne* 2,7 euro ersparnis / 1000 km
rund 37000 km mit der welle fahren - das wird schon eng bei der bk, wobei ein normales 2 taktöl bei rund 4 - 6 euro der liter liegt somit würde sich das schon eher lohnen - also bei 5 euro / liter wären es dann nur noch 20000 km


hmm klingt das nur so gut oder habe ich mich jetzt irgendwo verhauen ?

PS: das war jetzt alles so gerechnet als würde man das zeug pur fahren - es besteht auch die möglichkeit das beizumischen .. aber daß wird dann ja immer teurer und dünner wird das benzin dann auch nicht gemacht (jedenfalls nach der seite)

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#7 Beitrag von MZ-BK-Junkie » 5. Jan 2007, 20:21

:shock: Fährst Du tatsächlich 1:25, so wie in der BA vorgegeben?

1:50 wäre mir bei originalem Zustand möglicherweise auch zu hart, aber 1:33 vertragen die doch mit den heutigen Ölen alle- oder nich???

Mehr Öl (oder zu viel) ist garantiert wirklich schädlich :oops: , deshalb :arrow: Wunderadditive bringen nur dem Herstellwer wirklich was.

Mit meinem Berlin-Roller fahre ich jetzt nur noch 1:50, da wäre aber auch ein Motorschaden nicht so unangenehm wie bei der BK. BK werde ich auch in Zukunft mit 1:33 fahren. Da habe ich ein sicheres Gefühl und das Mopped geht schon mal nicht nur wegen des Öls Kaputtt.

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#8 Beitrag von kutt » 5. Jan 2007, 22:21

ich fahr immer irgendwas um 1:33 wie bei meiner ts ..

das war auch nur eine beispielrechnung, ob sich so ein additiv lohnen würde

ich will die bk auch auf keinen fall mit 1:100 fahren ich wunder mich halt warum es nadelgelagerte wellen gibt

und mehr ob jemand schonmal sowas ausprobiert hat :D

Oldie

#9 Beitrag von Oldie » 6. Jan 2007, 09:59

Hallo Kutt,
ich habe keine Ahnung, ob das Zeugs bei unseren Motoren funktionieren würde. Der Bericht im Oldtimermarkt liest sich ja ganz gut und bei dieser Zeitung kann man eine objektive Wertung erwarten.
Aber man denke an die Vorteile bei 1:100. Kein Ölsiff mehr, keine blauen Fahnen mehr und etwas Mehrleistung wird auch bei rumkommen, da die Verbrennung einfach günstiger ist.
Ich würde mit dem Zeugs auch lieber 1:50 bis 1:75 fahren.
Oldie

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#10 Beitrag von kutt » 6. Jan 2007, 10:50

ob der blaue dunst aus dem puff weg oder da ist stört mich eigentlich nicht - ich fahr mir ja selten selber hinterher :D

recht hast du allerdings mit dem vorallem äußerlich versifften puff - es gibt da 2 möglichkeiten:

1: man stört sich nicht groß drann - wie ich (siehe auspuff sauberbekommen thread - die sind keine 2 jahre alt!)
2: man muß immer mit adleraugen kleinste undichtigkeiten finden und gleich dichtmachen

naja es drängelt ja nicht mit der welle, da ich mir den motor so zum spaß baue ...

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#11 Beitrag von Sport-Lu » 6. Jan 2007, 18:51

Hallo!

Mit diesen Additiven,na ja ich weiss nicht.Ich stehe dem recht skeptisch gegenüber.Wenn man da ne Garantie bekäme,vielleicht.

Noch ne kleine Geschichte ,"pro" Additive:Ein Kumpel von mir hatte sich 1990 ein Golf2 mit 75PS gekauft(Jahreswagen)und hatte "Slick50" eingefüllt.Das wurde damals stark beworben.Und war entsprechend teuer.Das Auto wurde vor einem Jahr verschenkt,mit fast 500.000 km auf der Uhr und fährt jetzt immer noch..Der Motor war ungeöffnet brauchte zum Schluss lediglich 1Liter Öl auf 15000km.
Ob`s am Additiv gelegen hat?????????

Gruss Jörn! :D

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#12 Beitrag von kutt » 6. Jan 2007, 21:15

ein zweier mit 500tkm .. wow das ist echt nicht schlecht!

wie was denn seine fahrweise? auch immer schön sachte warmgefahren? viel langstrecke? immer mit dem additiv gefahren?

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#13 Beitrag von Sport-Lu » 7. Jan 2007, 11:38

Hallo!

Immer schön warmgefahren,oft Langstrecke.Das Additiv wurde glaub ich nur einmal aufgefüllt.
Und nur einfaches 15W40-Öl verwendet.

Grüsse!

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#14 Beitrag von kutt » 12. Jun 2007, 12:40

sorry - ich muß das noch mal aufkochen ...

da ich immer noch überlege, was für eine welle ich einbauen soll ...
da holt man sich über die zeit immer mehr meinungen ein ...

jetzt wurde mir aber etwas gesagt, was ich nicht so recht nachvollziehen kann:

angeblich sollen bei starr eingehangenen motoren (also BK, ES/0/1) nadelgelagerte kurbelwellen nicht besonders lange halten, weil der motor nicht gedämpft schwingen kann

ich kann mir zwar nicht so recht vorstellen, was das eine mit dem anderen zu tun haben soll, aber hat das jemand von euch auch schon mal gehört, und nur nicht geschrieben, weil es einfach absurd klingt ?

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#15 Beitrag von martinekhosenschreck » 12. Jun 2007, 16:10

mal ein kleiner abstecher ins fach maschinenelemente:
Vorteile Wälzlager:geringe anlaufreibung, geringe schmiermittelmenge, große tragkraft pro breite, gut für geringe drehzahlen

vorteile gleitlager: keine laufgeräusche, unempfindlich gegen stöße, bettungsfähig(heiß unempfindlicher gegen schmutz,der kann sich einarbeiten), fast verschleißfrei im betriebszustand, für höchtse drehzahlen

das ist zwar jetzt reine theorie, gibt aber schon noch einige denkanstöße zu startverhalten, gemisch, belastbarkeit/verschleiß, etc.

gleitlager schwimmen ja auf dem ölfilm auf und sind dann äußerst stabil und verschleißfest. ABEER. bei falscher handhabung....ungenügende schmierung....kann das ganze schnell nach hinten losgehen und ab da ist ein nadellager bestimmt nicht verkehrt...

generell ist ein wälzlager schon recht empfindlich gegen häufg auftretende dyn. kräfte/stöße.letztlich ist aber dein geplanter einsatz doch ein "schwammiges" von vielen erfahrungsfaktoren beeinflußtes gebiet. ich würde wieder Fa. keilig in freital zu rate ziehen oder Fa. Kurz-Motorenbau in reichenbach, dort laß ich gerade meine KW machen(Tel: 03765612788)

sorry, ich hoffe das war jetzt nicht zu viel :wink:

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