Reparatur, Restauration, Adressen
Moderator: Ulrich
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Michael
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#1
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von Michael » 7. Mär 2007, 23:42
Hallo zusammen,
ich weiß ja nicht wie das bei euch ist, aber jedesmal wenn ich an der BK herumschraube sehe ich ein neues Problem: Diesmal - Supergau - Riss am Rahmen. Als ich vor knapp zwei Jahren den Rahmen hab strahlen und danach lackieren lassen, habe ich alles auf Risse untersucht: Nichts zu finden!
Jetzt hat sich ein großer Riss bei der Verschweißung Schutzblech - Rahmen gebildet (wie auf dem Foto zu erkennen ist). Das macht mir echt Angst. Was haltet ihr davon? Es bleibt eigentlich nur der Ausweg von unten den Riss zu verschweißen. Ich bin aber skeptisch ob das hält. Hat jmd. von euch sowas schon mal gesehen? Ich finde es etwas merkwürdig, dass das offenbar in ca. einem Jahr aus den Nichts entstanden ist. Was sagt der TÜV/ DEKRA zu sowas? Wie ist eure Meinung?
Viele Grüße,
Michael
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kutt
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#2
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von kutt » 8. Mär 2007, 08:35
naja .. viele schweißen soetwas einfach und bearbeiten solange daran herum, bis man nix mehr sieht
so frei nach dem motto: "was der tüv nicht sieht kann er auch nicht beanstanden"
aber wenn es wirklich nur das blech ist sehe ich das keine größeren probleme ... schlimmer ist sicherlich, wenn eines der rahmenrohre gebrochen ist.
ich würde das einfach wieder mit einem gescheiten schweißgerät zuschweißen (also nicht unbedingt mit elektrode

)
vorher alles schön blankmachen, daß die farbe / das öl keine blasen im metall bildet
und natürlich dann gut beobachten
interessant finde ich, daß der rahmen gerade dort gerissen ist ... war der motor nicht richtig drinn oder hinten locker ?
fährst du mit beiwagen ?
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Utomborder
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#3
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von Utomborder » 8. Mär 2007, 08:50
Moinsen,
ich hab vor etwa 11 Jahren auch meinen Rahmen schweißen lassen. War direkt unter dem Lenkkopf ein Riß im Rahmenrohr. Hatte das erst nach dem Einbau der Gabel gesehen, war alles schief. Geschweißt hat damals die Firma Scheibner und Witte in Braunschweig. Mit Zertifikat, OHNE abschleifen der Schweißraupe. Alles zu sehen, hat den TÜV nie gestört. Die Firma hat damals diese Rahemnlehren/Meßgeschichte entwickelt, wenn ich mich recht erinnere. War auch nicht allzu teuer.
Soviel nur dazu, es is also machbar, kein Weltuntergang.
Und nochwas, entstehende Risse sind besonders nach dem Strahlen schlecht bis garnicht zu erkennen. Meine Meinung. Kann schon vorher da gewesen sein. Is aber nun Kaffeesatzleserei.
Grüße
Henrik
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Utomborder
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#4
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von Utomborder » 8. Mär 2007, 08:57
p. s. durch meinen Riß konnte man in das Rohr gucken.........

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Mücke
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#5
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von Mücke » 8. Mär 2007, 10:16
Hallo Leute, Hallo Michael,
ich weiss nicht ob ich das schweissen würde?!?!? Es betrifft ja im Grunde "nur" Schutzblech-Verbindung-Rahmen. Es wäre auch schade um den Lack, der beim schweissen sicher grössere Schäden nimmt. Wie wäre es denn mit Hartlöten? Und zwar wie ein Vorredner schon sagte, von der hinteren Seite?
Wir haben z.B. Schutzblech der RT geschweisst da Risse im Bereich Rücklicht und Nummernschild vorhanden waren, daß war sicher Vibrationsbedingt. Endresultat, die Risse bildeten sich nach einer Weile genau wieder neben den Schweissnähten, am Ende war das Schutzblech nur noch Schrott.
Gruss Mücke
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Oldie
#6
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von Oldie » 8. Mär 2007, 12:20
Hallo Michael,
als erstes würde ich erst mal ein kleines Loch am Ende vom Riss bohren, damit es nicht weiter reißen kann. Für den Riss an dieser Stelle muß es eine Ursache geben. Für mich sieht es so aus, als ob sich das untere Rahmenrohr zum Hinterrad sich mitbewegt hat. Dadurch kam es dann am starren Schutzblechanschluß zum Riss.
Ist denn die Federung auf beiden Seiten leichtgängig? Ist der hintere Federlagerbolzen oben und unten fest eingespannt? Ist die Rahmenverstärkungsstrebe hinten rechts montiert? Die Ursache sollte erst mal geklärt werden.
Stumpf Hartlöten hält nicht. Dazu müssten zur Verstärkung Bleche mit aufgelötet werden. Der Wärmeeintrag ist beim Hartlöten viel höher als beim Schweißen, so dass die Lackierung anschließend großflächig hinüber ist. Ich würde den Riss V-förmig ausschleifen und von unten verschweißen. Vielleicht am Anfang vom Riss ein Blechstück zur Verstärkung mit aufschweißen. Schweißraupe nicht abschleifen. Ich sehe da auch keine Probleme, da kein tragendes Rahmenrohr betroffen ist. Dürfte also auch beim TÜV später keine Probs geben.
Die umliegenden Bereiche würde ich mit nassen Lappen abdecken und immer nur kurze Abschnitte in einem Zug schweißen, damit Zeit zur Abkühlung ist. Wenn die Ursache beseitigt ist, sollte das auch dauerhaft halten.
Lackierung würde ich mit Airbrushpistole ausbessern und Übergänge mit Polierpaste bearbeiten, anschließen ist nichts mehr zu sehen.
Gruß Oldie
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Michael
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#7
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von Michael » 8. Mär 2007, 13:32
Danke für die schnellen Antworten!
Die BK fährt bei mir (noch) solo. Was davor war kann ich nur erahnen (ich denke mit Beiwagen). Die Versteifungsstrebe hinten war und ist montiert, was die Sache noch rätselhafter macht. Die Federung ist leichgängig, wobei ich sagen muss, dass die obere (BW-)Feder - so hab ich es damals beim verbauen empfunden - etwas zu lang und hart ist. Ich habe mir aber damals extra andere (Solo-)Federn besorgt und verglichen: Von der Länge her waren sie fast gleich!
Ich halte gerade die Stelle schon als bedenklich, da das Stück eingeschweißtes Schutzblech den Rahmen hinten versteift. Schweißen wird sowieso nur von unten möglich sein und da interessiert mich der Lack nicht. Bleibt nur abzuwarten ob der Lack auf der sichtbaren Seite Blasen wirft!?
Wenn beim Rahmenwechseln nicht so viel dran hängen würde (eintragen lassen usw.) würde ich, glaube ich, den Rahmen lieber wechseln.
Mal sehen was passiert,
Michael
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Utomborder
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#8
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von Utomborder » 9. Mär 2007, 09:26
ja, der Lack wird verbrennen. Aber warum nicht gleich richtig machen(lassen)? Die kleine Stelle nachzulackieren is doch auch nich das Ding, oder?
Ich war heut morgen nochmal in der Garage, bei mir siehts immer noch gut aus, NICHT gleich neben der Schweißnaht gerissen oder so. Und gemacht wurde das vor 12 Jahren, hat damals 380 DM gekostet, inkl. Richten. Eventuell muß zum Schweißen eh so einiges raus, wegen vermessen.
Der Laden heißt heute Scheibner und Olk. Vielleicht kannst den Rahmen auch hinschicken?
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von oldisegler » 10. Mär 2007, 23:19
Hallo Mischa !
Ich habe die Stelle bei mir auch nachgeschweißt und sehe dabei keine Probleme. Wie schon festgestellt wurde, hat das mit dem Rahmen eigentlich nur bedingt zu tun. Allerdings wird dir die Farbe wegbrennen auch wenn man immer nur kurze Nahtstücken schweißt . Am beste ist hier das MIG- Schweißen weil nur relativ wenig Wärme eingebracht wird. (Leider wirst du auch um einige Demontagearbeiten nicht herumkommen.) Am besten sieht man solche Risse übrigens nach dem Füllern. Es ist eben auch ein Vorteil vieles selbst zu machen. Ich selbst habe nach dem Füllern noch jede Menge kleine Risse gefunden, die ich dadurch noch vor dem endgültigen Farbauftrag schweißen konnte. (allerdings muß neu Gefüllert werden)
Gruß Oldisegler
Auszüge aus dem Inhalt meines Blogs
http://bk350.wordpress.com:
Instandsetzung Telegabel und Motor,
Tipps bei Startproblemen, Modellbau,
Restaurationen, Technische Änderungen, Forumstreffen usw.
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mopped.sven
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#10
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von mopped.sven » 11. Mär 2007, 10:04
Hallo, ich würde den Rahmen auf jeden Fall schweissen lassen. Wieso Austausch? Orig. ist original. Die Naht hält auf jeden Fall wenn es ordentlich gemacht ist. Ich würde von den Schweissverfahren WIG bevorzugen, wenig Wärme, genaue Schweissmöglichkeit. Vorher natürlich den Riss anbohren, eine Naht einschleifen, am besten beidseitig und dann gehts los.

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Michael
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von Michael » 26. Sep 2007, 20:21
Um das Thema abzuschließen: Ich habe das Schutzblech von unten her mit mehreren Punkten WIK-Schweißen lassen. Wir haben von oben mit einem nassen Schwamm gekühlt. Was ich bemerkenswert fand ist, dass aus der Naht "Grundplatte-Schutzblech" massiv Rost rauskam. Der Lack ist am Riss oben leider weg. Am Schutzblech und am Rahmenrohr ist alles soweit noch i.O. Den Lackschaden habe ich so gut es ging mit der Dose behoben. Wenn man es nicht weiß, sieht man es nicht! Falls es nicht halten sollte, werde ich hier berichten..
Viele Grüße,
Michael
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