Abdichtung Getriebe

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Ocmorat
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Abdichtung Getriebe

#1 Beitrag von Ocmorat » 10. Apr 2008, 17:13

Salve,

vorab ein DICKES Lob an "Kutt", Deine Getrieberestaurierungsanleitung ist 1a supi, die hat mir schon viel geholfen!!!

Umso länger ich mich mit meinem nicht "stubenreinen" Getriebe befasse, um so mehr komme ich zu dem Entschluß daß das Teil eigentlich nie richtig dicht werden kann :cry:
Es kommt immer wieder die eine oder andere Stelle auf, welche sicherlich mehr oder weniger kleckern muß. Darum bin ich bin der Meinung daß das Getriebe an manchen Stellen einfach konstruktive Fehler bei der Abdichtung hat. Vermutlich gab es damals keine besseren Möglichkeiten dies zu lösen. :idea:

Als Beispiel folgendes: Beim Aufsetzen des Abschlußdeckels (Kardanseite) war ich zuerst definitv der Meinung, daß die Kupplungsbetätigung einen Simmering oder mindestens einen O-Ring haben muß!
Tja nach dem Zerlegen war ich schlauer, da ist wirklich rein gar nix nada!!! Klar sitzt die Betätigung relativ hoch, aber wie geschrieben, das sind eben Kleckerstellen die sich häufen.

Lange Rede kurzer Sinn, ich bin mittlerweile schon froh wenn sich kein "Badesee" unter meiner Dame befindet :wink:

Nach Getriebeöl duftende Grüße

Ocmorat

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André
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#2 Beitrag von André » 10. Apr 2008, 22:06

Hallo Ocmorat,

natürlich hat man zur damaligen Zeit einen minimalen Ölverlust in Kauf genommen.
Aber Deine Beschreibung erscheint mir etwas über normal zu sein.
Ich habe mein Getriebe tatsächlich so dicht bekommen, dass nur während der Fahrt bzw. unmittelbar nach einer längeren Fahrt mal ein oder zwei Tröpfchen den Boden "verseuchen".
Meine BK hat über die Wintermonate echt keinen Tropfen Getriebeöl in der Garage hinterlassen.
Wie lange dieser Zustand anhält, keine Ahnung?
Kutt seine Anleitung hatte mir auch sehr geholfen. Dadurch habe ich bestimmt zweimal Motorein-u. Ausbau eingespart.


Gruß André
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kutt
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#3 Beitrag von kutt » 11. Apr 2008, 08:31

ich sage mal so:

mein getriebe ist etwa so dicht wie das von André

ich habe aber auf die alten dichtungsmethoden gesetzt, da ich der meinung bin, daß es damals auch funktioniert hat.

auch an meiner ES habe ich nichts dergleichen verändert.

somit kommt halt ab und zu mal ein tropfen raus. meistens, wenn der motor warm ist und ich die BK abstelle. nach einer weile sieht man unter dem getriebe ein tröpfchen.

das lustige ist, daß bei mir das getriebe an kicker, schaltwelle und kupplung dicht ist. der tropfen kommt vermutlich doch wieder aus einem der deckelchen. ich bin aber zu faul den motor noch mal auszubauen. so lange das nicht extrem sifft lasse ich das so ;)

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André
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#4 Beitrag von André » 11. Apr 2008, 12:54

André hat geschrieben: .....dass nur während der Fahrt bzw. unmittelbar nach einer längeren Fahrt mal ein oder zwei Tröpfchen den Boden "verseuchen".
....und dieses Tröpfchen entweicht meinem Getriebe am Federgehäuse der Kupplungsbetätigung.
Wie von Ocmorat ja richtig beschrieben, "da ist wirklich rein gar nix nada!!" :roll:


Gruß André
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#5 Beitrag von Ocmorat » 13. Apr 2008, 13:44

Howdi,

ich bin mir im Moment relativ sicher das Hauptübel der Leckstellen gefunden zu haben. Vorausgesetzt die Simmeringe sind neu. Es sind (zumindest bei mir) die dummen kleberabgedichteten Wellen, welche durch den Deckel schauen. Im Moment habe ich eine erweiterte Variante von "Kutt" eingesetzt. Das ist Dirko-HT und daruber 0,7mm Dichtungspapier, mal sehen ob's hält und dicht bleibt!? :roll:

Grüße und einen schönen SO

Ocmorat

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#6 Beitrag von kutt » 14. Apr 2008, 08:00

ich war schon nahe drann dort ein gewinde zu schneiden und eine kappe mit gewinde zu verbauen...

aber solche konstuktiven änderungen gehen mir schon zu weit - auch, wenn man es nicht sehen würde

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#7 Beitrag von Ocmorat » 14. Apr 2008, 12:00

Salve Kutt,

hmm die Idee mit dem Gewinde und einer Kappe darüber finde ich klasse :D
Mal sehen ob meine "Light" Version mit Dichtpapier so klappt...

Viele Grüße

Ocmorat

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André
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#8 Beitrag von André » 14. Apr 2008, 12:25

Ocmorat hat geschrieben:Howdi,
ich bin mir im Moment relativ sicher das Hauptübel der Leckstellen gefunden zu haben. ...die dummen kleberabgedichteten Wellen, welche durch den Deckel schauen..... :roll:
Hallo Ocmorat,

Genau auf diese Stellen hat Kutt ja in seiner Anleitung hingewiesen :!:
Ich habe diese 4 Schwachstellen nicht sparsam mit 2-KOMONENTEN EPOXIDHARZ-KLEBER (endfest 300) abgedichtet :wink:
Dieser Kleber hat eine Belastbarkeit bis 300 kg/cm, ist bis 200 Grad C. temperaturbeständig. Außerdem beständig gegen verdünnte Säuren/Laugen, Benzin u. viele andere Lösungsmittel.
Bild
Von einem Langzeittest kann ich zwar nicht berichten, aber seit ca 1 Jahr hält es dicht :!:

Gruß André
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