Bremsgeräusche

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Moderator: Ulrich

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Hubert
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Bremsgeräusche

#1 Beitrag von Hubert » 13. Jun 2008, 06:32

Hallo,
ich begrüße als "Neuer" die verehrte Fan-Gemeinde und hätte da auch gleich mal ne Frage:
Meine BK bringt nach der Restauration seltsame Schleifgeräusche aus den Bremstrommeln. Klingt wie bei Flugrost auf ner Scheibenbremse, nur ständig. Egal ob man bremst oder nicht. Irgendwas schleift da innen, aber ich find´s nicht. Hinten mehr als vorne, geht auch durch Nachstellen oder Lockern der Verstellung nicht weg.
Wasmachmerdennda?

Viele Grüße
vom Hubert

Privra
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#2 Beitrag von Privra » 13. Jun 2008, 11:01

Hallo Hubert,
auch von mir ein herzliches Willkommen, tolle Maschine, die Du da zusammengebaut hast!

eine Idee: Hast Du beim Einbau der Bremsbacken darauf geachtet, dass sie richtig rum sind. Also, die Beläge sitzen nicht mittig zur Längsachse der Backen, wenn man von der Mitte der beiden Auflagen an den Enden ausgeht (war das verständlich?). Tausch mal die beiden Backen, dadurch drehst du sie auch.
Ich hoffe nur, dass Du nicht zwei gleiche hast. PS: Dreht das Rad frei?

Jens

PS: Schau mal hier: viewtopic.php?t=966&highlight=bremsbacken
Danke, dass Sie mich gelesen haben. Sie haben eine kleine Signatur sehr glücklich gemacht.

martinekhosenschreck
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#3 Beitrag von martinekhosenschreck » 13. Jun 2008, 12:32

Auch von mir Willkommen und Glückwunsch zu der tollen Maschine! Sieht echt genial aus! Sehr schön gemacht, Kompliment!

Hubert
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#4 Beitrag von Hubert » 13. Jun 2008, 16:40

Hallo,
danke, danke für die Glückwünsche - ich bin auch wie ä bissel froh über das Ergebnis...
Tipp werde ich nachgehen, muss mal hinten reinsehen, wie die Backen aussehen. Aber wenn es die Backen sind, müsste doch das Schleifen beim Bremsen aufhören, nicht? Schleift aber ständig... Und es klingt auch eher wie Federstahl, so ein schrilles Geräusch, als wenn einer mit dem Fingernagel über die Wandtafel kratzt...

Sport-Lu
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#5 Beitrag von Sport-Lu » 13. Jun 2008, 17:50

Hallo!

Willkommen im Forum!
Am besten du machst das Rad nochmal raus,dann wirst du sicher eine blanke Stelle finden,an der es geschliffen hat.Ich tippe auf Federn der Bremsbacken/Ölspritzring Hinterradnabe.
Gib mal Bescheid was es war.

Gruss Jörn! :)

Hubert
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#6 Beitrag von Hubert » 13. Jun 2008, 21:58

Danke für die Tipps und den freundlichen Empfang! Ich bau das demnächst aus und dann "ma guggn"!

4Xbiker
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#7 Beitrag von 4Xbiker » 13. Jun 2008, 23:26

Hallo Hubert,
ich hatte auch so ein Schleifgeräusch. Bei mir war es die Rückholfeder
der Bremsbacken. Ich habe meine BK auch aus einer Sammlung von Teilen
zusammen geschraubt. Habe mal etwas Knete an der Feder befestigt, danach alles montiert und das Rad gedreht. Nach der Demontage sieht man die
entsprechende Stelle. Habe die Federösen etwas nachgeben - Geräusch ist weg !!

Hubert
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#8 Beitrag von Hubert » 14. Jun 2008, 19:25

Heute längere Fahrt gemacht (150 km) - Ergebnis: schleift immer noch und jede Menge Alu-Abrieb am Hinterrad. Kommt aus dem Spalt zwischen Nabe und Kardan. Klebt gut an dem Öl, was auch noch irgendwo raus suppt... Am Ende sitzt das Problem gar nicht in der Bremstrommel!
Sieht nach Wartungsschicht aus...

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Boger
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#9 Beitrag von Boger » 14. Jun 2008, 21:29

Hallo Hubert,

auch von mir ein großes Lob für die schöne BK.
Ich hatte auch schon mal das gleiche Problem und konnte das Schleifen mit einer Scheibe lösen, die ich zwischen Nabe und Kardan auf die Steckachse eingefädelt hatte. Versuch mal verschiedene Stärken. Vielleicht reicht schon eine relative dünne Scheibe.
Öl darf natürlich nicht aus dem Kardan in den Bereich der Bremsen kommen. Ist der Simmering ok?

Gruß
Boger

Hubert
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#10 Beitrag von Hubert » 15. Jun 2008, 09:40

Werde ich direkt mal ausprobieren! Das Öl stammt mehr aus dem Getriebe, kommt unter dem Luftfilter raus und flattert mit dem Fahrtwind (immerhin bin ich fast 80 gefahren - Höllenritt :wink: ) und landet dann auf dem Felgenrand. Sind wohl so die Anlaufschwierigkeiten.
Mir fällt grad noch was ein: Die Gummikappe auf der Kardanwelle am K.gehäuse wandert während der Fahrt nach vorne zum Getriebe. Hat das was zu sagen oder ist die einfach nur zu locker?

Viele Grüße
Hubert

Sport-Lu
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#11 Beitrag von Sport-Lu » 15. Jun 2008, 10:16

Moin!

Da wird sich wohl die Distanzhülse in das Kardangehäuse eingearbeitet haben!Ich würde auf die Schnelle auch nur eine passende Unterlegscheibe dazwischenfummeln.
Den Getriebedeckel musst du gut abdichten.Die "Zwischenplatte"(Tafel 7,Teil Nr:11,02-845.23-0)und zwei Dichtungen mit Dichtmasse einkleben.
Übrigens:Öl auf dem Felgenrand kommt doch meistens zwischen Kardangehäuse und Radnabe raus.Da ist was faul!!!!!!!Die Distanzhülse(Tafel 12,teil nr:44,Nr:02-825.13-0) hast du aber schon drin ,oder??

Gruss Jörn!

Hubert
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#12 Beitrag von Hubert » 15. Jun 2008, 11:54

Das Problem ist ja, dass ich die Maschine nicht selbst zusammen gebaut habe. Aber der Monteur ist ein echter Profi, da glaub ich das eher nicht. Wobei mit dem Glauben ist das immer so ne Sache. Ich seh also selber nach!

martinekhosenschreck
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#13 Beitrag von martinekhosenschreck » 15. Jun 2008, 16:26

Bei allem Respekt, aber ich denke fast jeder von uns kommt/kam in die Gelegenheit: "Na, das geht schon nochmal so!" Wir sind ja alle "bloß" Menschen :lol: Na und bei wem lief denn die BK von Anfang an reibungslos? Will sagen, jeder kann da mal an was nicht denken.
Also nicht gleich Verzweifeln, learning by doing!
Vor die Gummikappe an der Abdeckglocke habe ich einen ganz kleinen, schwarzen Kabelbinder gemacht. seitdem bleibt sie wo sie hingehört!

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#14 Beitrag von oldisegler » 15. Jun 2008, 18:31

Hallo Hubert,
erst mal willkommen im Club und vielen Dank für den schnellen Eintrag ins Register. :P Nun zu den Problemen: Schleifgeräusch wie schon beschrieben durch beilegen von Scheibe beseitigen. Undichtigkeit erst genau analysieren,d.h. sauber waschen und ein kleines Stück fahren um den genauen Austrittsort festzustellen. Ich hatte z.B. auch immer Probleme mit Öl auf dem Hinterrad und konnte auch mit neuen Dichtungen,Sinmmerring nichts erreichen. Jetzt habe ich am Kardan zwei Dichtungen auf beiden Seiten mit Hylomar eingestrichen verbaut, seit dem ist Ruhe. Weitere Austrittstellen sind: Kupplungsbetätigung, Kickstarter, Schaltwellen auch auf der inneren Getriebeseite dann läuft es an der Trennstelle zwischen Getriebe und Motor raus. Aber Vorsicht hier tritt auch der übergelaufene Kraftstoff vom Tippen aus, also erst mal schnuppern was es ist. Zum Abdeckgummi Kardanwelle : mit einem Kabelbinder habe ich mir auch geholfen.Der Gummi soll aber angeblich nicht rutschen wenn das Kardangelenk spielfrei ist.
Gruß Oldisegler
Auszüge aus dem Inhalt meines Blogs http://bk350.wordpress.com:
Instandsetzung Telegabel und Motor,
Tipps bei Startproblemen, Modellbau,
Restaurationen, Technische Änderungen, Forumstreffen usw.

Hubert
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#15 Beitrag von Hubert » 15. Jun 2008, 19:28

Vielen Dank für die vielen Tipps!
Ich werde der Sache nachgehen! Am Hinterrad fiel mir eben auf, dass die Achse viel zu weit drinsteckt. Das Loch für den Dorn zum Rausdrehen ist halb verdeckt...
Öl kommt direkt unter dem Luftfiltergehäuse in einem dünnen Rinnsal Richtung Kickstarter raus, ist reinstes Öl ohne Sprit. Also werde ich den ganzen Kramerladen abbauen uns auch sichten. Wird schon werden.
"Oack ne jechn" sagen sie in meiner Oberlausitzer Heimat...
Wenn da nur nicht die immer wieder mal durchbrennende Feinsicherung wäre... Aber das ist ja eine ganz andere Baustelle...
Immerhin war die Kiste in Strahwalde beim Treffen immer gut im Mittelpunkt, da geht einem doch das Herz auf...

Viele Grüße
Hubert

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