Bremsgeräusche

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André
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#16 Beitrag von André » 16. Jun 2008, 09:30

Hubert hat geschrieben:...Öl kommt direkt unter dem Luftfiltergehäuse in einem dünnen Rinnsal Richtung Kickstarter raus, ...
Hallo Hubert,
schau mal ob Dein Mechaniker die Zwischenplatte vom Getriebe wieder verbaut hat.
Wenn doch, vielleicht hat er nur eine Dichtung bei der Zwischenplatte verwendet :?:

Gruß André
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Hubert
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#17 Beitrag von Hubert » 16. Jun 2008, 09:42

Hallo Andre,
der Verdacht hat sich bei mir auch schon eingeschlichen, ich werd der Sache nachgehen. Das sind doch auch solche Papierdichtungen oder ist das verklebt?

Viele Grüße
Hubert

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André
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#18 Beitrag von André » 16. Jun 2008, 10:13

Hubert hat geschrieben:Das sind doch auch solche Papierdichtungen oder ist das verklebt?
also die o.g. beiden Dichtungen sind aus normalen Dichtungspapier.
Ich empfehle jedoch hochwertigeres Dichtungsmaterial von Elring oder Abil. Die Zwischenplatte ist aus dickerem Material(Pappe-Hartpapier???)mit ganz bestimmten Ölablauflöchern. Wurde im Forum schon mehrfach besprochen.
Sollte es mit den Dichtungen nicht trocken werden, passen eventuell die Gehäuseteile nicht richtig oder haben zu große Unregelmäßigkeiten. Mit Dirko-Abdichtdichtmasse von Fa. Elring (keine Werbung nur Empfehlung) bekommst Du den Lapsus problemlos in den Griff :wink:

Gruß André
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André
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#19 Beitrag von André » 16. Jun 2008, 10:42

Hallo Hubert,
Du hast ja an Deinem 15 PS Motor eine Getriebeabschlusskappe späteren Baujahrs.
In dieser befindet sich eine Ablaufbohrung(luftseitig) und ein Entlüftungskanal(getriebeseitig).
Beide sollten natürlich frei sein bzw. beim eventuellen Abdichten mit Dichtmasse nicht versehentlich verschlossen werden :wink:

Gruß André
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Hubert
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#20 Beitrag von Hubert » 16. Jun 2008, 12:40

Mit solchermaßen guten Ratschlägen werde ich das sicher hinkriegen.

Falsche Kappe? Jo Sakra, da hat doch einer wie ich wieder nicht richtig aufgepasst... Bei einer sofortigen Nachschau in unserer Galerie hier hab ich es auch entdeckt... Aber nu bleibts erstmal so.

Sag mal, was verbraucht den so eine BK "normalerweise"?

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André
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#21 Beitrag von André » 16. Jun 2008, 18:13

Hallo Hubert,

ich habe nicht "Falsche Kappe" gesagt :roll:
Kompliziert sind die BK´s aus dem Bj. 56, in der Zeit wurden wahrscheinlich die meisten Änderungen/Neuerungen in der Produktion umgesetzt.
Meines Wissens hatten 1955 die 15 PS Aggregate ein Getriebe mit innen liegenden Luftfilter :?:
In der Betriebsanleitung steht das eine BK 350 normalerweise bei einer Geschwindigkeit von 80 km/h = 3,85 ; 100 km/h =5,0 u. 115 km/h 6,0 Liter Kraftstoff (Gem. 1:25) verbraucht.
Diese Angaben sind natürlich auf eine Solomaschine bezogen.
Ich fahre ja auch ein Gespann, allerdings mit einem Stoye 1 :D
Der Stoye 1 ist bestimmt leichter als Dein Wünsche :?:
Fa. Wünsche hatte ja auch spitze Boote gebaut, diese waren aus gezogenen Blech(Eisen).
Ich gehe davon aus, dass der Typ den Du hast, ebenfalls aus Eisenblech gefertigt wurde.
Meine BK verbraucht mit SW und Sozius, bei gesitteter Fahrweise ca 5,5 Liter. Habe regenerierte Rundschiebervergaser von D. Heyne drin :wink:

Gruß André
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#22 Beitrag von Hubert » 16. Jun 2008, 19:07

Ich habe bei der ersten großen Ausfahrt fast 10 l/100 km gebraucht, da stimmt doch was nicht. Ich denke, dass da das Öl unterm Luftfilter doch - wie schon beschrieben - vom Vergaser kommt...

Nun die Auflösung der Geräuschfrage mit neuer Problemstellung:
Heute Hinterrad ausgebaut und große Überraschung: Die obere Feder der Bremsbacken war gebrochen, das Bruchstück unter der Bremse verklemmt - das erklärt den Abrieb. Neue Feder eingebaut (großes Gefummel) und alles wieder zusammen gebaut. Rad drehte zunächst frei. Nur blöd, nach dem Festziehen der Achse quietscht es wieder wie gehabt.
Ihr hattet den Tipp mit der Scheibe gegeben. Ich weiß aber nicht, wie ich die da rein bekommen soll. Bevor die Achse reinkommt muss doch das Rad erst mit dem Ritzel eingefädelt werden. Ich sehe da keinen Platz, noch die Scheibe zu halten. Die käme ja dann direkt zwischen Distanzhülse und Radlager. Aber Hubi weiß nicht, wie.

Und zu allem Überfluss habe ich noch einen Riss im Kardangehäuse entdeckt, direkt unter dem Stoßdämpfer Richtung Achse. Siehe Bild...

Liebe versammelte BK-Gemeinde, das Scheiben-Problem wäre hilfreich zu beraten...

Viele grüße
Hubert :?

Nachtrag: Mein Wünsche ist komplett aus Alu.

Bild vom eingebauten Hinterrad (Spalt scheint mir zu schmal):
http://s2.directupload.net/file/d/1462/b7aa9h4o_jpg.htm

Bild vom Riss:
http://s2.directupload.net/file/d/1462/bfb6oq23_jpg.htm
Zuletzt geändert von Hubert am 16. Jun 2008, 22:42, insgesamt 1-mal geändert.

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#23 Beitrag von oldisegler » 16. Jun 2008, 20:42

Hi Hubert
die Scheibe am besten mit etwas Fett "ankleben" damit sie an der Stelle bleibt, das Problem ist auch bei mir nur wenn das Rad richtig festgezogen wird. Ist etwas Fummelei aber geht. Das gerissene Kardangehäuse ist wesentlich ärgerlicher, weil nur zu ersetzen. Siehe auch andere Beiträge zu dem Thema.
Gruß Oldisegler
Auszüge aus dem Inhalt meines Blogs http://bk350.wordpress.com:
Instandsetzung Telegabel und Motor,
Tipps bei Startproblemen, Modellbau,
Restaurationen, Technische Änderungen, Forumstreffen usw.

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#24 Beitrag von Hubert » 16. Jun 2008, 21:47

Habe grad noch in einem älteren Beitrag gelesen, dass unter den Bremsnocken auch noch eine Scheibe gehört. Da war wohl auch dieses Schleifgeräusch. Ist bei mir nicht drin, wird aber ausprobiert.
Kann man mit dem Riss noch fahren oder gibt das Folgeschäden/Ausfälle?

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André
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#25 Beitrag von André » 17. Jun 2008, 09:59

Hallo Hubert,

ich würde mit dem Riss nicht mehr fahren :!:
Viel Fleisch ist unter dem Riss nicht mehr. An der unteren Druckfeder verjüngt sich das Kardangehäuse bzw. die Achsaufnahme erheblich.
Du hast zwar vorbildlich von Deinen "Einzelteilen" auch die Verbindungsstrebe verbaut, trotzdem wirken grundsätzlich bei Gespannfahrten riesen Kräfte auf die Hinterachse :!:
Wenn der Rest von dem Schei...-Elektrongrussgehäuse während der Fahrt reißt, ist die Verkehrsicherheit hin und Du bringst Dich und andere in Gefahr.
Oldisegler hat Dir ja schon angedeutet, dass es nicht reparabel ist. Über das Schweißen von diesem Elektronguß wurde im Forum ebenfalls schon ausführlich berichtet und getestet.
Die Achsaufnahmen muss man mit sehr viel Gefühl verschrauben :!: (Siehe meine Signatur!)
Zum Ausfüllen des Quetschspaltes bei den Achsaufnahmen wird ein Dichtgummi verbaut. Dieser sollte im festgezogenen Zustand seine Grundform behalten und nicht platt gemacht werden :wink:

Gruß André
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#26 Beitrag von Hubert » 17. Jun 2008, 11:51

Danke, hätt gern was anderes gelesen aber ich hab sowas befürchtet... Hab noch ein Gehäuse liegen als Austaausch, aber die Arbeit...
Das Quietschproblem wird heute noch per Scheibe angegangen und dann erfolgt Bericht. Bericht.

Viele Grüße
Hubert

Hubert
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#27 Beitrag von Hubert » 17. Jun 2008, 19:49

Abschlussbericht:
Das Ding mit der Scheibe hat geholfen: quietscht nix mehr! Allerdings ist es mir nicht mehr gelungen, das Hinterrad auszubauen, es klemmte immer an der Bremsbacke. Alles versucht, ging nicht. Keine Ahnenung, warum. Scheibe deshalb fettmäßig eingefädelt und gut.
Und noch eine Erkenntnis: Es war keine Dichtplatte verbaut am Getriebe! Jetzt ist sie drin mit allen Dichtungen und nun auch kein Öl mehr!!!
Also nochmals Dank für alle guten Räte!

Viele Grüße
Hubert

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