Kardanzusammenbau-Sicherungsring

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Boger
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Re: Kardanzusammenbau-Sicherungsring

#16 Beitrag von Boger » 29. Okt 2008, 15:05

Hallo Oldie,
danke, das mit dem Härten ist dann noch ein Grund mehr für E-Schrauber, die Idee mit den größeren Zylinderrollen zu verwerfen.
Ich denke, dass die "Heyne Methode" nur so lange funktioniert, wie die abgeschliffene Lauffläche des Rollenlagers größer bzw. gleich groß dem Lagersitz des QB20 auf der Ritzelwelle ist. Wenn es weniger ist, müsste man sicher erst mal aufchromen.
Boger
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André
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Re: Kardanzusammenbau-Sicherungsring

#17 Beitrag von André » 29. Okt 2008, 15:14

Oldie hat geschrieben:Ich habe diese Lösung allerdings noch nicht in Natura gesehen. Wie bekommt man den Innenring über die vorhergehenden Lagerstellen?....
Hallo Oldie,
zufällig beschäftige ich mich z. Z. auch mit dem Kardan :roll:
Ich habe einen noch gut erhalten und einen von D. Heyne überarbeiteten Triebling (natürlich auch jeweils das entspr. Tellerrad).
Bei dem unbearbeiteten Triebling sind original die vorhergehenden Lagersitze im Durchmesser 8 zehntel kleiner.
Wenn man dann noch vernünftig die Temperaturunterschiede einsetzt, kann D.H. schon gut zaubern :wink:
Natürlich sollte der Triebling noch genug Fleisch haben bzw. nicht zu sehr eingelaufen sein:!:
Im Bild auch gut das Sicherungsblech zu erkennen. Oft sind ja nur Fragmente von den Nasen vorhanden :wink:
Bild

Gruß André
Zuletzt geändert von André am 29. Okt 2008, 19:23, insgesamt 1-mal geändert.
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Oldie

Re: Kardanzusammenbau-Sicherungsring

#18 Beitrag von Oldie » 29. Okt 2008, 15:50

Habe auch mal gemessen. Die Lagerfläche für das Rollenlager hat org. 21mm und der Lagersitz fürs QB20 hat 20mm. Somit kann man max. 1mm runterschleifen um einen neuen Sitz für das Nadellager zu schaffen. Um den neuen Innenring fürs Nadellager zu sichern, hat D.H. noch eine zusätzliche Buchse eingebaut, die sich gegen das QB20 abstützt. Somit ist dieses Gedöns mit Ring und den Halbschalen nicht mehr notwendig. Schöne Konstruktion, gefällt mir. Hat D.H. eigentlich ein handelsübliches Nadellager verwendet?. Steht da was drauf?
Oldie

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André
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Re: Kardanzusammenbau-Sicherungsring

#19 Beitrag von André » 29. Okt 2008, 15:57

Oldie hat geschrieben:...Schöne Konstruktion, gefällt mir. Hat D.H. eigentlich ein handelsübliches Nadellager verwendet?. Steht da was drauf?
...
Hallo Oldie,
na klar, "NA 4904" :!:

Gruß André
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Oldie

Re: Kardanzusammenbau-Sicherungsring

#20 Beitrag von Oldie » 29. Okt 2008, 16:06

Danke. Das NA 4904 hat die Maße 20x37x17. Die Welle wird also auf 20mm runtergeschliffen.
Oldie

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Elektroschrauber
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Re: Kardanzusammenbau-Sicherungsring

#21 Beitrag von Elektroschrauber » 29. Okt 2008, 23:59

Hallo Kutt, Boger, Oldi und André,
ich bin wirklich beeindruckt wie Ihr euch für mich ins Zeug legt, Danke.
Das hilft schon : radial kein Spiel, axial das hatte ich schon gelesen und war klar. Danach habe ich der Federscheibe in meinen gekauften Haufen gesucht und auch gefunden.
Das bei einem Abschleifen der Welle die Stelle neu gehärtet werden muß, war mir bekannt. Das kann man induktiv an Lagersitzen oder auch komplett machen. Aber wer machts und wer kann`s und wer weis was er macht :? .
Kutt schrieb: - man muß an dem Kardan mit montierer Welle wackeln, da diese das ganze erst spannt.
Das ist bestimmt richtig aber gerade durch die Spannung der Federscheibe spürt mann die Spiele nicht mehr. Das gefährliche Spiel ist ja das radiale und das würde auch teilweise durch Spannung der Federscheibe nicht mehr zu spüren sein. Aber mit Antriebsenergie zum tragen kommen.
Bei meinen zusammengebauten Antrieb habe ich jedenfalls am Kardan nichts gespürt. Wenn aber das QB20 iO ist und nur, was ich eben befürchte das Walzenlager Luft hat, dann ist nach dem Hebelgesetz das Spiel (Übersetzung von Lagerspiel des Walzenlagers mit dem Drehpunkt im QB20) im Außenbereich des Kardans fast nicht mehr zu spüren. Ich will damit sagen,
außen wackeln dürfte trügerisch sein.
D. Heyne Variante ist schon eine sehr praktikable Sache gefällt mir auch gut und dürfte der Welle nochmals ein langes Leben ermöglichen.
André Klasse Fotos übrigens, sehr überzeugend.
Frage: wie komme ich zu dieser Lösung, gibt es da Zeichnugen zum selber machen oder legt sich da D. H. selbst ins Zeug? Ist er im Forum zu finden.
gut gut habs selber gefunden http://www.mz-bk350-teile.de
Na da sind ja dann noch ein paar Probleme betr. Vergaser bei D.H. gleich mit geklärt.
Na das ist ja Klasse :D
So dann gibts da noch das Problem wie bekomme ich diesen kniffeligen Sicherungsring hinter dem Triebling raus??? Die Variante - Triebling nach Demontage des Abschlußflansches ein kleines Stück nach innen zu verschieben mit ein wenig mehr Druck - geht nicht. Zumindest ich will z.Z. noch nicht mehr Kraft aufwenden. Es sei denn Ihr sagt, mach - das geht.
ZUSAMMENFASSUNG:
- Abschlußflansch ist ab
- Kardan ist offen
- Sicherungsring hinter Triebling ist noch eingebaut
weiter wie ?? Schub von wo ?? ich hab nur ein Versuch!! wenns knackt dann krachts im Hause Elektroschrauber :?

MFG
Elektroschrauber

Oldie

Re: Kardanzusammenbau-Sicherungsring

#22 Beitrag von Oldie » 30. Okt 2008, 08:25

Hallo E-Schrauber,
Deine Schlüsse sind absolut richtig.

Spiel
Bei montierten Kardangelenk darf kein radiales und axiales Spiel vorhanden sein. Bei axialen Spiel ist auch meist ein radiales spürbar, da mit Sicherheit das QB20 hinüber ist.
Radiales Spiel im Wälzlager ist, wie Du schon festgestellt hast, nicht oder kaum spürbar. Bei geöffnetem Kardan kann man das nur am Triebling vorn prüfen indem man am Zahnrad wackelt. Also zumindest den Deckel abbauen ist immer die erste Wahl, bei einem unbekannten Kardan. Würde ich das sowieso immer machen um den Siff der letzten 50 Jahre rauszuwaschen.

D.H.
Viele hier haben schon gute Erfahrungen mit D.H. gemacht. Der Mann leistet gute Arbeit für einen absolut fairen Preis. Ich würde den Kardan zu ihm schicken. Sicherlich kann man da auch was selbst machen und die Variante mit dem Nadellager scheint mir auch am praktikabelsten. Triebling abdrehen und entsprechende Buchsen anfertigen sollte auch für einen Selbermacher mit entsprechender Ausrüstung machbar sein und man muß nichts härten lassen.

Sicherungsring
Wenn das Kardangelenk abgebaut ist, sollte man den Triebling einige cm nach innen ins Gehäuse schieben können. Dann läßt sich der Sicherungsring entfernen und über das Zahnrad fädeln. Anschließend zieht man den Trieblin hinten raus. Wenn der Triebling vorgeschoben wird purzeln die Zylinderrollen durcheinander, das kann dann bein nach hinten durchschieben Probleme geben, da die Lageraußenringe mit durchgetrieben werden müssen und sich Rollen verklemmen können.

Oldie

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André
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Re: Kardanzusammenbau-Sicherungsring

#23 Beitrag von André » 30. Okt 2008, 12:35

Elektroschrauber hat geschrieben:
D. Heyne Variante ist schon eine sehr praktikable Sache gefällt mir auch gut und dürfte der Welle nochmals ein langes Leben ermöglichen.
... Frage: wie komme ich zu dieser Lösung, gibt es da Zeichnugen zum selber machen oder legt sich da D. H. selbst ins Zeug? Ist er im Forum zu finden. ... Na da sind ja dann noch ein paar Probleme betr. Vergaser bei D.H. gleich mit geklärt.
Hallo Elektroschrauber,
Du scheinst ja tatsächlich mit der Restauration zügig voranzukommen.
Ich empfehle Dir den Kontakt mit D. Heyne nicht auf die lange Bank zu schieben. Denn solltest Du Dir ein gewisses Zeitfenster gesteckt haben, könnten ein paar Monate die Zeitachse verlängern :cry:
Als ich das letzte Mal bei ihm war hat er mir erklärt, dass BK nur einen kleinen Teil seiner Arbeit beinhaltet.
Hauptsächlich haucht er, im Übrigen äußerst professionell, AWO-Vergasern wieder Leben ein :wink:
Und das Alles ja nebenberuflich :roll:

Gruß André
Nach "FEST", kommt "AB" !

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