Tacho

Reparatur, Restauration, Adressen

Moderator: Ulrich

Nachricht
Autor
noz
Beiträge: 30
Registriert: 13. Jun 2011, 17:19
Wohnort: LE

Tacho

#1 Beitrag von noz » 16. Jun 2011, 22:45

Hallo zusammen? Ich habe einen mir unbekannten MAW Tacho (Mit Gang/Drehzahl Diagramm) an meiner BK und würde gern wissen, ob der dran gehört bzw. von was für einem Motorrad der ist. Kann mir jmd. von Euch weiterhelfen? Danke!

Bild

Uploaded with ImageShack.us

Benutzeravatar
André
Beiträge: 1322
Registriert: 29. Mai 2007, 09:13
Wohnort: Thiendorf

Re: Tacho

#2 Beitrag von André » 16. Jun 2011, 23:11

Hallo noz,
so einen interessanten Tacho habe ich noch nicht an einer BK gesehen.
Die ersten BK´s hatten einen Tacho mit eine Geschwindigkeitsangabe bis 120 km/h, später wurden Tacho verbaut mit einer 140 km/h Angabe.
Auch wenn er nicht an die BK gehören sollte, er gefällt mir. Sieht irgendwie technisch aus :wink:

Gruß André
Nach "FEST", kommt "AB" !

s-maik
Beiträge: 231
Registriert: 29. Nov 2009, 10:31
Wohnort: anner Küste

Re: Tacho

#3 Beitrag von s-maik » 17. Jun 2011, 21:41

habe auch keine ahnung muss aber wie André sagen

sieht klasse aus das teil und auch ich würde ihn nehmen und verbauen :-)
emmen und ne schwalbe

noz
Beiträge: 30
Registriert: 13. Jun 2011, 17:19
Wohnort: LE

Re: Tacho

#4 Beitrag von noz » 18. Jun 2011, 09:54

Ich werd ihn auch dranlassen, bin gespannt ob die eingezeichten Schaltstufen passen. Er ist z.Z. nicht in Betrieb, da die Nadel auf der Tachoscheibe kratzt und diese unweigerlich zerstören würde. :-( Will ihn demächst noch etwas regenerien, d.h. den leichten Schmutz (Korrosion) von der Tachoscheibe entfernen und dann so etwas wie Ölfilm/Wachs oder Klarlack aufbringen.
Was würde sich am besten eignen, um als Schutzschicht die Patina zu erhalten?

Benutzeravatar
bujatronic
Beiträge: 2430
Registriert: 24. Okt 2010, 14:10
Wohnort: Königswalde

Re: Tacho

#5 Beitrag von bujatronic » 19. Jun 2011, 11:54

zum Öffnen mußt Du den Bördelrand am Glas unten aufbördeln, sei da vorsichtig, denn das Messing ist mit der Zeit sicher versprödet, meist läßt es sich auch nicht wieder richtig zubördeln, auch soll das Ganze ja dicht werden. Ich habe mir meinen selbst regenerierten Tacho bei NOVA MMB in Schwarzenberg (Nachfolger vom Meßgerätewerk Beierfeld, wo bis zur Wende die DZM und Tachos für MZ gefertigt wurden) mit einem lackierten neuen Ring ordentlich verschließen lassen.
mfg, Chr.
"Vergessen Sie auch nicht, daß jedes Kraftfahrzeug wertvolles Volksvermögen darstellt, das möglichst lange zu erhalten nicht nur einen persönlichen Vorteil bringt, sondern auch eine nationale Pflicht ist!"
Obering. Siegfried Rauch

noz
Beiträge: 30
Registriert: 13. Jun 2011, 17:19
Wohnort: LE

Re: Tacho

#6 Beitrag von noz » 20. Jun 2011, 06:54

Danke für den Tipp, wie hast Du die Tachoscheibe regneneriert, bzw. vor erneuter Korrosion geschützt?

Benutzeravatar
bujatronic
Beiträge: 2430
Registriert: 24. Okt 2010, 14:10
Wohnort: Königswalde

Re: Tacho

#7 Beitrag von bujatronic » 20. Jun 2011, 13:54

ich habe sie gescannt (600dpi), dann mit einem Bildbearbeitungsprogramm "regeneriert" und in einem Copy-Shop auf selbstklebende Folie ausdrucken lassen, das dann über das alte Zifferblatt geklebt, um das Zählwerk Einschnitte, die dann auf die Rückseite umgeklappt, bis jetzt hält es.
mfg, Chr.
"Vergessen Sie auch nicht, daß jedes Kraftfahrzeug wertvolles Volksvermögen darstellt, das möglichst lange zu erhalten nicht nur einen persönlichen Vorteil bringt, sondern auch eine nationale Pflicht ist!"
Obering. Siegfried Rauch

noz
Beiträge: 30
Registriert: 13. Jun 2011, 17:19
Wohnort: LE

Re: Tacho

#8 Beitrag von noz » 20. Jun 2011, 23:25

Klingt gut! :-) Das Scannen werd ich vorsichtshalber machen. Der Plan ist, das Blatt so zu benutzen, wie es ist. Den Zahn der Zeit will ich nicht vertreiben ;-)

Benutzeravatar
bujatronic
Beiträge: 2430
Registriert: 24. Okt 2010, 14:10
Wohnort: Königswalde

Re: Tacho

#9 Beitrag von bujatronic » 21. Jun 2011, 09:30

Diesen Ansatz finde ich gut! Man steht ja immer wieder vor der Frage, ob und wie man restaurieren soll. Naja, wenn man eine BK in so einem Zustand findet wie ich meine (5-), bleibt ja nur der totale Neuaufbau, wobei ich aber soweit wie möglich auf Neuteile (wie z.B. neue Schrauben) verzichte, den Einsatz von Inbus- oder Edelstahlschrauben finde ich total daneben.
Meine VoPo-ETZ und meine ETS150 habe ich nicht restauriert, sondern nur schonend instand gesetzt, beide fahren auch auf originalen DDR-Reifen, was bei Regen ganz schöne Beherrschung verlangt. Auch meine BK hat 50 Jahre alte Reifen ("RIESA"), allerdings mit neuen Schläuchen, mal sehen was die DEKRA bei der Oldtimer-Abnahme dazu sagt...
mfg, Chr.
"Vergessen Sie auch nicht, daß jedes Kraftfahrzeug wertvolles Volksvermögen darstellt, das möglichst lange zu erhalten nicht nur einen persönlichen Vorteil bringt, sondern auch eine nationale Pflicht ist!"
Obering. Siegfried Rauch

Benutzeravatar
André
Beiträge: 1322
Registriert: 29. Mai 2007, 09:13
Wohnort: Thiendorf

Re: Tacho

#10 Beitrag von André » 21. Jun 2011, 09:50

bujatronic hat geschrieben:...den Einsatz von Inbus- oder Edelstahlschrauben finde ich total daneben.
Meine VoPo-ETZ und meine ETS150 habe ich nicht restauriert, sondern nur schonend instand gesetzt, beide fahren auch auf originalen DDR-Reifen, was bei Regen ganz schöne Beherrschung verlangt. Auch meine BK hat 50 Jahre alte Reifen ("RIESA"), allerdings mit neuen Schläuchen, mal sehen was die DEKRA bei der Oldtimer-Abnahme dazu sagt...
Hallo Christian,
na da gehen unsere Meinungen ja erheblich auseinander.
Dann schon lieber eine Inbus- oder Edelstahlschraube, als über 20 bzw. 50 Jahre alte Reifen im Straßenverkehr :wink:
Man ist schließlich nicht alleine auf der Straße.

Gruß André
Nach "FEST", kommt "AB" !

Benutzeravatar
bujatronic
Beiträge: 2430
Registriert: 24. Okt 2010, 14:10
Wohnort: Königswalde

Re: Tacho

#11 Beitrag von bujatronic » 21. Jun 2011, 14:48

dann kannst Du Dir ja gleich eine neue Honda kaufen. Oldtimer heißt: "Wir fahren und bewahren Geschichte". Und ein Reifen aus der DDR (wo ja alles ohne geplante Obsolenz hergestellt wurde) ist möglicherweise immer noch besser als der jetzt allgegenwärtige China-Müll...
Wünsch Dir trotzdem allzeit gute Fahrt!
"Vergessen Sie auch nicht, daß jedes Kraftfahrzeug wertvolles Volksvermögen darstellt, das möglichst lange zu erhalten nicht nur einen persönlichen Vorteil bringt, sondern auch eine nationale Pflicht ist!"
Obering. Siegfried Rauch

Benutzeravatar
plessloui
Beiträge: 698
Registriert: 21. Okt 2007, 19:54
Wohnort: Wartburgkreis

Re: Tacho

#12 Beitrag von plessloui » 21. Jun 2011, 16:10

Kann mich André nur anschließen.

Wieso eigentlich China Müll???? Schon mal was von Heidenau K34 gehört? Ein ordentlicher TÜV bzw. Dekra Prüfer dürfte mit den steinharten Reifen gar keine Abnahme machen.

Benutzeravatar
André
Beiträge: 1322
Registriert: 29. Mai 2007, 09:13
Wohnort: Thiendorf

Re: Tacho

#13 Beitrag von André » 21. Jun 2011, 16:12

Hallo Chr.,

deshalb muss ich den guten Riesa-Reifen nicht im Straßenverkehr fahren.
Wenn ich den Reifen als Ersatzteil behüte oder auf einem nicht zugelassenen Fahrzeug (z.B. in einem Museum) präsentiere, ist für die Bewahrung der Geschichte auch genüge getan :wink:


Gruß André
Nach "FEST", kommt "AB" !

Benutzeravatar
bujatronic
Beiträge: 2430
Registriert: 24. Okt 2010, 14:10
Wohnort: Königswalde

Re: Tacho

#14 Beitrag von bujatronic » 21. Jun 2011, 18:28

Auf meinen MZs "für den täglichen Gebrauch" fahre ich selbstverständlich Heidenau-Reifen, nach mehreren meist nicht so guten Erfahrungen mit anderen Herstellern (Conti, Barum). Aber auf denen steht eben "Heidenau" und nicht "Riesa" oder "Pneumant" drauf, was für mich eine Abweichung vom Originalzustand darstellt, den ich erst zu akzeptieren gedenke, wenn es partout keine anderen Reifen mehr gibt. Oder jemand den Look der RIESA-Reifen nachfertigt.
Es ist aber auch ein Unterschied, ob man mit einem Oldtimer fährt, an Wochenenden nur wenige km mit entsprechender Vorsicht oder ein "normales" Motorrad im täglichen Straßen-Streß. Auch auf meinem Wartburg fahre ich zu Veranstaltungen die "guten" Pneumant 6.00-13 und bin damit nicht der einzige! Das Fahrverhalten der Diagonalreifen gehört für mich einfach zum Flair eines Oldtimers und zu der Langsamkeit der damaligen Zeit dazu. Ich würde nie (wie auch schon gesehen) an diesem Auto Alufelgen und Breitreifen fahren, mögen sie auch noch so "cool" aussehen und unstreitig eine bessere Kurvenlage ermöglichen.
Es kommt ja z.B. auch keiner auf die Idee, einen MuZ-Aufkleber anstatt des MZ-Logos am Tank zu befestigen. Oder die ohne Frage miserable Trommelbremse einer ES oder ETS auf Scheibenbremse umzurüsten, oder einen H4-Scheinwerfer oder ein ABS einzubauen, was ja ohne Frage die Verkehrssicherheit erhöhen würde.
Es ist doch letztendlich eine subjektive Entscheidung, wie man "Originalität" auslegt. Ich will so weit wie möglich am Original bleiben und lehne unnötige "Modernisierungen" ab.
"Vergessen Sie auch nicht, daß jedes Kraftfahrzeug wertvolles Volksvermögen darstellt, das möglichst lange zu erhalten nicht nur einen persönlichen Vorteil bringt, sondern auch eine nationale Pflicht ist!"
Obering. Siegfried Rauch

Kerl
Beiträge: 766
Registriert: 2. Jul 2007, 14:12

Re: Tacho

#15 Beitrag von Kerl » 22. Jun 2011, 22:41

Zum Glück gibt es Vorschriften, die eine gar zu subjektive Einstellung in Sachen Sicherheit verhindern. Leider kann man viele Sachen wie Reifen zum Tüv einfach "beschönigen", und Überprüfungen auf der Strasse sind allzu selten.
Solange nichts passiert, ist auch immer alles in Ordnung. Böse wirds, wenn es doch mal soweit ist. Wer schonmal Schwerverletzte aufgrund eines mangelhaften oder nicht vorschriftsmässigen Fahrzeugs produziert hat, weiss davon ein Lied zu singen.

Aber "mir passiert ja nichts". Immer schön einreden.

Sorry fürs am-Thema-vorbeischreiben, aber das musste jetzt raus.
Unsinn, die hat vier Takte - auf jeder Seite zwei!

Antworten

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 13 Gäste