Moin, mich beschäftigt dieses Thema auch.
Wenn Du einen Kardan mit eingebautem Schalter hast, würde ich den aus Gründen der Originalität beibehalten. So kaputt kann er nicht sein, und die Isolierbuchse z.B. gibt es als Ersatzteil bei Haase bzw. läßt sich mit wenig Aufwand selbst herstellen. Aus Erfahrungen mit späteren Modellen (ähnliches System mit Kontaktfeder und isolierter Amboßschraube) kann ich sagen, daß das Problem meist darin liegt, daß der Bremsnocken (an dem die Feder mit Kerbstiften befestigt ist) schlechte Masseverbindung hat. Abhilfe schafft ein Stück Litze, das man irgendwo an der Ankerplatte mit einer kurzen Schraube oder einem Kerbstift befestigt und an der Feder anlötet. Der Rest ist gewissenhaftes Einstellen, denn mit jedem Nachstellen der Bremse muß auch der Schalter neu justiert werden. Ist natürlich nervig und deswegen auch bei den späten ETZ-Modellen (endlich!) durch eine andere Lösung ersetzt worden. Wenn Kontaktfedern verschlissen sind, mache ich gerne neue, habe große Mengen Federmessing rumliegen.
Wenn Du trotzdem umbauen willst (oder mußt, wenn wie bei mir kein Kontakt in der Bremse vorhanden), kommt eigentlich nur der Schalter in Frage, der in der DDR vielfach als Ersatzteil angeboten wurde (im Bild links). Wurde z.B. auch im Wartburg eingesetzt für die Motorraumbeleuchtung, aber m.W. nie original an der BK ab Werk verbaut. Deshalb sieht man vielfältige Nachrüstungen...
Von diesem Schalter gibt es mehrere Varianten, mit Schraube oder mit 6,3mm-Flachstecker (den ich nicht verbauen würde). Auch die Nachfertigungen, die ringsum angeboten werden, sehen m.E. optisch dem DDR-Schalter nur wenig ähnlich. Die originalen gibt es gelegentlich in der Bucht oder z.B. beim Hermel in Burgstädt, natürlich zu inzwischen stolzen Preisen!
Bitte beachten: Diese Schalter gibt es sowohl als Schließer als auch als Öffner. Man kann prinzipiell beide Varianten verwenden, beim Schließer (die naheliegende Variante) wird die Zugfeder nach vorn geführt und z.B. anstelle des Splints ins Bremsgestänge eingehängt (da ist das Einstellen aber etwas nervig), beim Öffner mit einer Schelle nach hinten, sie lassen sich aber auch mit etwas Geschick umbauen. Ich habe z.B. einen Öffner mit Flachsteckern in einen Schließer mit Schraubklemmen umgebaut, allerdings ohne nach dem Aufwand zu fragen...
Zur Befestigung kann man entweder einen Winkel irgendwo anschrauben, entweder am Kotflügel oder an dem Blech, was unten quer eingesetzt ist oder man macht sich eine Schelle für den Rahmenausleger (siehe Beispiele im Bild, wobei mir die etwas abenteuerliche Kabelführung (Mitte) auffällt, und so etwas steht im Museum Neckarsulm!). In jedem Fall leidet aber der Lack...
Ein Beispiel findest Du auch hier (und sicher auch noch in anderen Themen):
viewtopic.php?f=5&t=2254&start=0
Ich habe mich noch nicht entschieden, wie ich es mache. Momentan favorisiere ich eine Variante wie im Bild rechts, wobei ich von unten in den Rahmenausleger (wo das Querblech eingeschweißt ist) 2 Gewindelöcher M4 oder so einbringen will, da ist die Gefahr am geringsten, daß man was versaut...
Elektrisch kein Problem, an den einen Kontakt legt man eine gute Masserverbindung, der andere geht zum Bremslicht.
Meine Schrotthaufen, die mal BKs waren, hatten übrigens alle beide überhaupt keinen Bremslichtschalter, weswegen mir die Nachrüstung nicht so recht gefallen will...
"Vergessen Sie auch nicht, daß jedes Kraftfahrzeug wertvolles Volksvermögen darstellt, das möglichst lange zu erhalten nicht nur einen persönlichen Vorteil bringt, sondern auch eine nationale Pflicht ist!"
Obering. Siegfried Rauch