Reperatur Mitnehmer Hinterradnabe

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354 Frank

Reperatur Mitnehmer Hinterradnabe

#1 Beitrag von 354 Frank » 18. Jun 2012, 20:12

Hier mal die Bilder von meiner Radnabe mit Mitnehmer der mit Lang bzw. Bundmuttern und Senkkopfschrauben instand gesetzt wurde. Ich denke das dass die beste Methode ist den Mitnehmer wieder fest zu bekommen. Setzt man Gewindebüchsen ein, muss man den Mitnehmer von vorn verschrauben und im besten Falle hat man Inbus oder Torx Schrauben… Bei der Methode mit den Langmuttern und den durchgehenden Schrauben braucht man lediglich am Schraubenkopf gegenhalten und kann ordentlich am Sechskant der Mutter den Mitnehmer festschrauben. Bild

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17PS
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Re: Reperatur Mitnehmer Hinterradnabe

#2 Beitrag von 17PS » 18. Jun 2012, 20:44

hallo Frank,

was haben diese Schrauben für eine Festigkeit? Besser gefragt: welche Festigkeitsklasse sollte mindesten dafür genommen werden? Kannst du dazu was sagen. Die auftretenden Scherkräfte sind ja nicht unerheblich. Das haben wir ja beim Treffen an Boxers BK gesehen. Ansonsten eine brauchbare Sache.


Gruß Thomas

354 Frank

Re: Reperatur Mitnehmer Hinterradnabe

#3 Beitrag von 354 Frank » 18. Jun 2012, 23:32

Hallo Thomas!
Das hier ist noch original DDR, also so fest werden die nicht gewesen sein. Boxer hatte in die Aufgeweiteten Nietlöcher M6 Gewinde geschnitten und dann auf den Mitnehmer aufgebrachten Kleber vertraut.
Wenn das Luft bekommt schert das weg.
Ich würde Schrauben mit einer Festigkeitsklasse über 8.8 vorschlagen.
Gruß Frank

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André
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Re: Reperatur Mitnehmer Hinterradnabe

#4 Beitrag von André » 19. Jun 2012, 16:53

354 Frank hat geschrieben:....
Ich würde Schrauben mit einer Festigkeitsklasse über 8.8 vorschlagen. ...
Hallo Thomas,

kann ich so bis jetzt bestätigen.
Habe diese Festigkeitsklasse als M8 Inbus im vorigen Jahr verwendet und hält bis heute auch im Gespannbetrieb :wink:

Gruß André
Nach "FEST", kommt "AB" !

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bujatronic
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Re: Reperatur Mitnehmer Hinterradnabe

#5 Beitrag von bujatronic » 22. Jun 2012, 11:42

Ich habe mich mal umgetan und könnte die Mitnehmer nachfertigen lassen.
Natürlich würde ich zu einem besseren Werkstoff raten, man könnte ruhig einen vorvergüteten Werkstoff wählen z.B. 42CrMo4V. Dieser kann je nach Bedarf im Nachgang noch nitriert werden.
Falls genügend Interessenten zusammenkommen (30-50 Stück), beläuft sich der Bearbeitungspreis auf ca. 25,00 € / Stück. Ich würde allerdings das Gegenrad zum Mitnehmer benötigen. Hat jemand eine möglichst gut erhaltene oder evtl. sogar neue Mitnehmerbüchse?
By the way, es gab auch in der DDR Schrauben mit hoher Festigkeit (hieß damals 10K). Die originalen Niete haben aber schätzungsweise nur um die 600N/mm2 gehabt, so daß die Diskussion um die Schraubenfestigkeit hier eher unnötig ist. Das Moment wird im wesentlichen durch die Reibung zwischen Nabe und Mitnehmer übertragen, daher kommt der Schraubensicherung eine höhere Bedeutung bei.
Und bei meinen Naben sind die Bohrungen alle Dmr. 8. Da kann man höchstens ein Gewinde M9x1 oder so hineinschneiden.
mfg, Chr.
"Vergessen Sie auch nicht, daß jedes Kraftfahrzeug wertvolles Volksvermögen darstellt, das möglichst lange zu erhalten nicht nur einen persönlichen Vorteil bringt, sondern auch eine nationale Pflicht ist!"
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DS
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Re: Reperatur Mitnehmer Hinterradnabe

#6 Beitrag von DS » 27. Jun 2012, 22:03

Wenn die Nieten locker waren sind die Bohrungen in der Nabe Oval. Bei der ø8mm Variante noch runde Löcher hinzubekommen müsste man ganz schön aufbohren.

Ich habe die Freiräume mit Harz vergossen und verschraubt.


Gruß
Zuletzt geändert von DS am 1. Jul 2012, 11:16, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Reperatur Mitnehmer Hinterradnabe

#7 Beitrag von bujatronic » 28. Jun 2012, 14:39

wenn das ein unbenutzter = nicht verschlissener Mitnehmer war, könnten die Daten schon hilfreich sein.
man findet meine e-mail, wenn man z.B. bei Google meinen Nick hier eingibt.
mfg, Chr.
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Re: Reperatur Mitnehmer Hinterradnabe

#8 Beitrag von Elektroschrauber » 1. Jul 2012, 20:08

Hat jemand eine möglichst gut erhaltene oder evtl. sogar neue Mitnehmerbüchse?

Also ich habe einen nagelneuen bzw. unbenuzten Mitnehmer liegen. Den würde ich aber zu Beginn des Winters für den Bau meines Solokardans wieder zurück haben wollen.
Gruß Elektroschrauber
PS
Da könnte ich auch gleich den durchgeschlagenen Zündkerzenstecker mit dazupacken (du erinnerst
dich wir hatten beim Treffen darüber gesprochen)
Wie weit ist das mit der Nachfertigung von den Zündkerzenblechunterteilen .
Aber so mal nebenbei, gehört auch nicht wirklich hier rein. Waren denn alle alten nichtblechummantelten Stecker mit dem unteren Blech versehen oder haben die ersten das untere Blech noch nicht gehabt. Ich denke fast die ersten hatten das Blech noch nicht gehabt.
Gruß Elektroschrauber

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bujatronic
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Re: Reperatur Mitnehmer Hinterradnabe

#9 Beitrag von bujatronic » 2. Jul 2012, 17:14

Mein Angebot im BK-Forum zur Nachfertigung der Mitnehmer ist bis jetzt ohne Resonanz geblieben, und da ich selbst (noch) keinen brauche, habe ich die Aktion vorerst beendet. Ich habe einen originalen Mitnehmer hier schon durch etliche Zahnradbuden geschickt, in der Hoffnung, daß evtl. eine passende Räumnadel noch irgendwo rumliegt, aber leider erfolglos. Aber ich könnte durch Waagerechtstoßen für erträglich Geld welche anfertigen lassen, das ist ja keine Evolventenverzahnung und normale Zahnradfräser helfen da nicht weiter...
Sollte genügend Bedarf zusammenkommen, kann ich mich ja wieder darum kümmern. Hoffentlich ist dann Dein Teil noch vorhanden.
Den Stecker kannst Du mir jederzeit schicken (Adr. siehe Profil), es wäre jetzt günstig, da ich sowieso wieder ein paar Teile in die Galvanik geben muß. Nachfertigen kann ich z.Zt. nur die Plasteteile, die Blechteile noch nicht, nur regenerieren.
Nach meiner Überzeugung müssen alle Stecker einen Blechmantel (es gab mindestens drei unterschiedliche Ausführungen) gehabt haben, denn ohne eine gute Masseverbindung (über die 3 Federn)ist die Beschichtung wirkungslos. Aber bei vielen Steckern ist das Blech so locker, daß sie fast von allein auseinanderfallen. Kann gut sein, daß da mit der Zeit auch was verloren gegangen ist...
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